Kalifornier wegen elf Morden schuldig gesprochen
publiziert: Dienstag, 1. Mai 2007 / 08:34 Uhr

Los Angeles - Ein ehemaliger Pizzalieferant und Drogendealer ist von einem Gericht in Los Angeles des elffachen Mordes schuldig befunden worden. Dem 40-jährigen Chester Turner droht nun damit die Todesstrafe.

Ein Mann sass fast 10 Jahre lang unschuldig als Mörder hinter Gittern.
Ein Mann sass fast 10 Jahre lang unschuldig als Mörder hinter Gittern.
Der Verurteilte brachte nach Ansicht der zwölf Geschworenen zwischen 1987 und 1998 zehn Frauen ums Leben. Zwei der Opfer waren hochschwanger, in einem Fall gilt auch die Tötung des ungeborenen Kindes als Mord. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Obdachlose und Prostituierte, die missbraucht und erdrosselt wurden.

Staatsanwalt Bobby Grace nannte Turner in seinem Eröffnungsplädoyer den «wahrscheinlich produktivsten Mörder in der Stadt Los Angeles». Er wolle nun die Todesstrafe für Chester Turner fordern, berichtete die «Los Angeles Times» nach Bekanntwerden des Urteils.

DNA-Spuren als Beweis

Turner bestritt die Morde. Er war nach einer Vergewaltigung in einem Obdachlosen-Viertel von Los Angeles 2002 verhaftet worden. DNA-Spuren überführten ihn dann als Täter in der Serie von Mordfällen. Dabei kam ihnen eine neue Datenbank zur Hilfe, in der genetische Fingerabdrücke und andere Informationen von Straftätern gesammelt wurden.

Die Untersuchung des genetischen Materials führte damals auch zu der Freilassung eines Mannes, dem drei der Morde fälschlicherweise angelastet worden waren. David Allen Jones hatte da bereits unschuldig mehr als zehn Jahre einer lebenslangen Strafe abgesessen.

(fest/sda)

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