Kampf gegen Antipersonen-Minen für Schweiz zentral
publiziert: Montag, 16. Sep 2002 / 18:55 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Sep 2002 / 19:13 Uhr

Genf - Der Kampf gegen die "Geissel der Antipersonen-Minen" nimmt für die Schweiz im Rahmen ihrer Aktivitäten für die menschliche Sicherheit einen zentralen Platz ein. Das sagte Bundespräsident Kaspar Villiger in Genf.

Betroffenes Kind
Betroffenes Kind
Bei der Eröffnung der Vertragsstaaten-Sitzung über die Antiminen-Konvention unterstrich der Bundespräsident, das Verbot von Antipersonen-Minen sei ein bedeutender Beitrag für eine aktive Friedenspolitik.

Villiger erinnerte daran, dass mehr als 80 Staaten bis Ende 2003 ihre Minen-Bestände zerstören müssen. Diese in der Ottawa-Konvention festgelegte Frist müsse eingehalten werden, erklärte er.

An der fünftägigen Konferenz werden unter anderem der Stand der Umsetzung der Konvention, das weitere Vorgehen für eine Universalisierung des Abkommens, eine endgültige Eliminierung von Personenminen, die Minenräumung sowie über Opferhilfe beraten.

Neben Delegierten aus Vertragsstaaten nehmen Vertreter zahlreicher internationaler Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationenen (NGO) an dem Treffen teil.

Die Internationale Kampagne für ein Verbot von Landminen (ICBL) warnte die USA und ihre Bündnispartner am Montag vor einem Einsatz von Personenminen bei einem möglichen Militärschlag gegen Irak. Die USA unterzeichneten die Konvention nicht. Laut ICBL verlegten sie im Irak-Krieg 1991 Personenminen.

Bisher ratifizierten 126 Staaten die Ottawa-Konvention von 1997. Zuletzt trat Afghanistan dem Abkommen zum Jahrestag der Terror-Anschläge vom 11. September bei. Die Konvention trat am 1. März 1999 in Kraft, sie verbietet die Produktion, Anwendung, Lagerung sowie den Handel mit Antipersonen-Minen. Ferner sieht sie die Zerstörung bestehender Bestände vor.

(bert/sda)

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