Kampf gegen Modedroge «Spice»
publiziert: Mittwoch, 21. Jan 2009 / 14:07 Uhr

Bern - Die Modedroge «Spice» ist wegen erheblicher Gesundheitsrisiken in Deutschland verboten. Handel und Besitz werden unter Strafe gestellt, teilte das Gesundheitsministerium in Berlin mit.

In der Schweiz wird «Spice» nicht verkauft.
In der Schweiz wird «Spice» nicht verkauft.
Das bisher als Kräutermischung oder Räucherwerk verkaufte «Spice» enthält eine leicht veränderte Form des synthetischen Cannabinoids «CP-47,497». Die Substanz ähnelt dem Hauptwirkstoff der Cannabispflanze und wirkt besonders stark und lang.

Auch die ebenfalls in der Droge enthaltene Substanz «JWH-018» wird durch die Eilverordnung verboten. Mit dem Entscheid seien jede Form von unerlaubter Herstellung sowie Handel und Besitz der gesundheitsschädlichen Kräutermischung untersagt.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärte, Spice sei entgegen der Herstellerangaben «nicht harmlos, es musste schnell aus dem Verkehr gezogen werden».

Kein harmloser Duft

Die Drogenbeauftragte der Regierung, Sabine Bätzing, fügte hinzu, der Verkauf von Spice als «harmloser Räucherduft» sei «ein klarer Etikettenschwindel». Jeder Konsum sei höchst riskant.

In der Schweiz ist «Spice» nicht auf dem Markt. «Spice» gelte als so genanntes Tabakersatzprodukt, wie diese Woche von Seiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zu erfahren war.

Wenn es jemand in der Schweiz auf den Markt bringen wolle, müsse er es dem BAG melden - und dieses könnte auch intervenieren. Bislang sei allerdings keine solche Meldung erfolgt.

(ht/sda)

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