Kampfansage tschetschenischer Rebellen
publiziert: Mittwoch, 9. Mrz 2005 / 12:15 Uhr

Moskau - Die Unabhängigkeitskämpfer in der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien wollen ihren Kampf gegen Russland fortsetzen. Dies gaben sie nach dem Tod ihres Anführers Aslan Maschadow auf einer Internetseite bekannt.

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"Die Besatzer und Marionetten feiern etwas, das sie für einen Sieg halten", hiess es auf der Internetseite Kavkazcenter, auf der die Rebellen oft Erklärungen abgeben. In Wahrheit habe aber nur "die propagandistische Begeisterung" kurzzeitig gesiegt.

In Tschetschenien gebe es nun niemanden mehr wie Maschadow. Indem Russland den Rebellenführer getötet habe, hätten auch diejenigen Tschetschenen ihre Illusionen verloren, "die - aus welchen Gründen auch immer - noch an das so genannte Völkerrecht geglaubt haben".

Zeitung: Ermordung Schlag gegen die EU

Die russische Wirtschaftszeitung "Wedomosti" bezeichnete Maschadows Tod als "Schlag gegen die Europäische Union", weil Europa die russische Regierung in den Jahren immer wieder gedrängt habe, Gespräche mit dem Rebellenführer aufzunehmen.

Nationalrat Andreas Gross (SP/ZH), der Russland-Berichterstatter der Parlamentarier-Versammlung des Europarats, äusserte denn auch Bedauern über das russische Vorgehen. Der Tod des tschetschenischen Anführers sei "ein fundamentaler Fehler, der die Separatisten noch weiter radikalisieren" werde, sagte Gross in Strassburg.

Junge Leute werden radikal

Vor allem die jungen Menschen, die im Krieg aufgewachsen seien, würden sich nun vermutlich dem radikalen Kriegschef Schamil Bassajew anzuschliessen versuchen. Die Tötung des als gemässigt geltenden Maschadow sei "eine Falle für den Frieden", erklärte Gross gegenüber der Nachrichtenagentur afp.

Der russische Geheimdienst hatte am Dienstag Maschadows Tod verkündet. Der 53-jährige ehemalige Republikspräsident wurde demnach bei einem Sondereinsatz in der Nähe der tschetschenischen Hauptstadt Grosny getötet.

Die moskautreuen Kräfte im Konfliktgebiet kündigten an, nun auch die Jagd auf den Terroristen Schamil Bassajew zu verstärken. Bassajew hatte sich in der Vergangenheit zu zahlreichen Terroranschlägen und Geiselnahmen mit Hunderten von Toten bekannt.

(fest/sda)

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