Kanada schliesst Botschaft im Iran
publiziert: Freitag, 7. Sep 2012 / 22:35 Uhr
Kanadas Aussenminister John Baird. (Archivbild)
Kanadas Aussenminister John Baird. (Archivbild)

Toronto - Kanada kappt die diplomatischen Beziehungen zum Iran: Aussenminister John Baird sagte am Freitag, sein Land werde die Botschaft in Teheran mit sofortiger Wirkung schliessen und iranische Diplomaten müssten Kanada innerhalb von fünf Tagen verlassen.

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Der Iran «bietet Terroristengruppen Unterschlupf und unterstützt sie materiell, was die kanadische Regierung dazu zwingt, den Iran offiziell als Staat einzuordnen, der Terrorismus finanziert», hiess es in einer Erklärung Bairds. Gleichzeitig äusserte er sich wegen der Attacken auf die britische Botschaft in Teheran besorgt über die Sicherheit von Diplomaten.

Kanadischen Staatsbürger riet Baird von Reisen in das Land ab. In der Erklärung warf Kanada dem Iran auch vor, die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad militärisch zu unterstützen. Weiter leiste der Iran den Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats bezüglich des Nuklearprogramms keine Folge, bedrohe die Existenz Israels und gebärde sich antisemitisch.

Grossbritannien hatte seine diplomatischen Beziehungen mit dem Iran faktisch stillgelegt, nachdem die britische Botschaft in Teheran im November 2011 offenbar mit Duldung der Regierung angegriffen worden war.

EU soll Sanktionen vorbereiten

Unterdessen bereitet die Europäische Union wegen der harten Haltung des Iran im Streit um das Atomprogramm eine neue Runde von Sanktionen vor. Dies kündigte der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle bei einem Treffen der EU-Aussenminister am Freitagabend auf Zypern an.

«Ich bin in grosser Sorge über die mangelnden Fortschritte in den Nuklearverhandlungen. Wir werden eine atomare Bewaffnung des Iran nicht akzeptieren.» Als Termin für neue Beschlüsse wurde der 15. Oktober genannt. Wegen des Verdachts, dass Teheran an einer eigenen Atombombe arbeitet, gelten bereits eine Reihe von Sanktionen.

(bert/sda)

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Modell des Kernkraftwerks Buschehr.
Russland und China stehen bereit
Die neuste Resolution wird genau so wenig durchkommen, wie die unzähligen vor ihr. Russland und China werden es zu verhindern wissen.
Nebenbei: Die Schweiz könnte ja erneut als Diplomatische Relaisstation fungieren, so wie dies seit Jahren mit den USA funktioniert. Als Dank bekommen wir dann wieder Klagen von diesen aufgebrummt....
Alte Geschichte !
"Der Iran "bietet Terroristengruppen Unterschlupf und unterstützt sie materiell"
Alte Geschichte, abgehakt.
Der iranische Präsident Hassan Ruhani vor der UNO Vollversammlung.
Der iranische Präsident Hassan Ruhani vor der UNO ...
Deutscher Aussenminister ist zuversichlich  New York - Der Atomstreit mit dem Iran ist nach Einschätzung des deutschen Aussenministers Frank-Walter Steinmeier lösbar. Bei einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani am Rande der UNO-Vollversammlung lobte er zudem die Rolle Irans im Kampf gegen den IS. 
Langfristiges Abkommen geplant  New York - Nach dem Auftakt zu einer neuen Verhandlungsrunde um das iranische Atomprogramm haben sich Diplomaten vorsichtig optimistisch geäussert. Alle Seiten seien offenbar an einer Lösung interessiert, hiess es von westlichen Diplomaten am Freitag in New York.  
Nach 34 Jahren - USA und Iran treffen sich zu Gesprächen New York - US-Aussenminister John Kerry hat mit seinem iranischen Kollegen Mohammed ...
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