Kanadier irrtümlich erschossen
publiziert: Montag, 4. Sep 2006 / 18:23 Uhr

Kabul - Bei einem Selbstmordanschlag auf einen britischen Militärkonvoi in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind ein britischer Soldat und vier Afghanen getötet worden. Gleichentags wurde ein kanadischer Soldat irrtümlich erschossen.

Der Anschlagsort ist eine häufig von ausländischen Truppen befahrene Strasse.
Der Anschlagsort ist eine häufig von ausländischen Truppen befahrene Strasse.
1 Meldung im Zusammenhang
Nach Angaben der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) ereignete sich der Vorfall in der Provinz Kandahar, nachdem Bodentruppen bei einem Gefecht gegen radikal-islamische Taliban-Milizen Unterstützung aus der Luft angefordert hatten. Diese habe dann aber die eigenen Soldaten unter Beschuss genommen.

Bei einem Einsatz gegen Taliban-Kämpfer in Kandahar waren am Vortag bereits vier kanadische Soldaten ums Leben gekommen.

Bei dem Anschlag in Kabul fuhr der Attentäter nach Angaben der Polizei mit einem Allradfahrzeug in den britischen Konvoi und zündete dann die Bombe. Drei weitere britische Soldaten seien verletzt worden, sagte ein ISAF-Sprecher.

Einer der Verletzten schwebe in Lebensgefahr. Das Londoner Verteidigungsministerium bestätigte dies. Die afghanische Polizei teilte mit, bei den getöteten Afghanen handle es sich um drei Passanten und einen Geheimdienstmitarbeiter. Sieben weitere Afghanen seien verletzt worden.

Der Anschlagsort ist eine häufig von ausländischen Truppen befahrene Strasse, die bislang die meisten Attentate der Hauptstadt zählte. Mit dem jüngsten Anschlag erhöhte sich die Zahl der seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes im November 2001 getöteten britischen Soldaten auf 37.

«NATO wird jede nötige Gewalt einsetzen»

NATO-Oberkommandant James Jones kündigte eine harte militärische Auseinandersetzung mit den Taliban an. «Die NATO wird weiterhin jede nötige Gewalt einsetzen, um die Aufständischen zu schlagen», heisst es in einer Erklärung des Generals.

In den ersten 30 Tagen seit Ausweitung des Einsatzes der von der NATO geführten Afghanistan-Schutztruppe ISAF seien die auf 19 000 Mann verdoppelten Truppen auf «erhebliche Herausforderungen» gestossen, räumte er ein.

Ziel der ISAF sei es, im Süden die gleichen Fortschritte wie im Norden zu erreichen, wo die positiven Ergebnisse von Stabilisierung und Wiederaufbau bereits deutlich zu sehen seien, so Jones.

(li/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kabul - Bei neuen Gefechten ... mehr lesen
In der Nacht kam es immer wieder zu Kämpfen mit den Taliban.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen Kalten Krieg will er trotz mehr Präsenz im Osten vermeiden. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 19°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 19°C 29°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 26°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 19°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 20°C 27°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 20°C 30°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 20°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten