Per sofort
Kanton Bern stoppt Projekt mit Rehkitzen
publiziert: Donnerstag, 26. Sep 2013 / 14:50 Uhr
Die Rehkitze sollen am Leben bleiben.
Die Rehkitze sollen am Leben bleiben.

Bern - Der Kanton Bern hat ein Wildforschungsprojekt der Universität Zürich gestoppt. Er reagiert damit auf den Tod von 18 Rehkitzen. Die Tiere mussten von der Wildhut abgeschossen werden, weil sie an ihren Halsband-Sendern zu ersticken drohten.

2 Meldungen im Zusammenhang
Der Kanton Bern habe dem Bund und der Uni Zürich mitgeteilt, dass die Versuche per sofort einzustellen seien, sagte Urs Zaugg vom bernischen Amt für Landwirtschaft und Natur am Donnerstag im Regionaljournal von Radio SRF. «Eine neue Besenderung von Rehen ist nicht mehr möglich.»

Die Tiere waren für die Feldstudie mit Halsbandsendern ausgestattet worden. Diese weiteten sich nicht aus, um sich an die wachsende Halsgrösse der Tiere anzupassen. Den Rehkitzen im Simmental und Kandertal drohte dadurch ein qualvoller Tod. Die Studienverantwortlichen liessen die Rehkitze deshalb erlegen.

(bg/sda)

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Daten-Halsbänder zu eng

18 Rehkitze mussten getötet werden - Daten-Halsbänder zu eng! 18 Rehkitze mussten getötet werden:

BERN - Im Kanton Bern wurden 18 Rehkitze geschossen. Wissenschaftler hatten die Tiere für eine Studie mit Halsbandsendern ausgestattet. Diese weiteten sich aber wider Erwarten nicht aus, um sich an die wachsende Halsgrösse der Tiere anzupassen.
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Seit zwei Jahren läuft die Feldstudie der Universität Zürich im Simmen- und Kandertal im Kanton Bern. Auftraggeber ist das Bundesamt für Umwelt (Bafu). Ziel: Nachhaltige Strategien im Umgang mit Grossraubtieren in der Schweiz entwickeln.

Um das Verhalten der Rehe in Anwesenheit der Luchse zu studieren, bekamen 2011 und 2012 insgesamt 99 Rehe Halsbandsender. Im Frühsommer dieses Jahres wurden zudem 46 Rehkitze eingefangen und mit dehnbaren Halsbandsendern ausgestattet.

Doch bei den Rehkitzen gab es plötzlich Probleme: «Die Forscher haben Mitte August beobachtet, dass etwas nicht stimmt», sagt Beat Müller, Sprecher der Universität Zürich. «Einige Tiere waren geschwächt. Schliesslich stellte sich heraus: Insgesamt 30 Rehkitze trugen defekte Halsbänder.»

Halsband machte keinen Wank

Das heisst: Die Bänder, die sich mit dem Tier-Wachstum dehnen sollten, dehnten sich nicht. Bei sechs Tieren habe sich das Band noch geöffnet, so Müller. Doch den anderen drohte ein grausamer Erstickungstod!

Universität, Bafu sowie das Berner Jagdinspektorat mussten reagieren: «Sofort wurden alle Möglichkeiten geprüft. Ein Einfangen war nicht möglich, wir mussten schnell handeln», so Beat Müller.
Hätte man die Tiere nicht doch betäuben oder einfangen können? «Für eine Betäubung muss man bis auf 30 Meter an die Tiere heran», sagt Hanspeter Egli, Präsident von JagdSchweiz, dem Dachverband der Jäger und Jägerinnen. «Bei dieser Anzahl Tiere ist das in so kurzer Zeit fast unmöglich. Und würde man probieren, die Tiere einzufangen, wäre das für das Tier eine Tortur.»

Als sie den Sender bekamen, wurden sie eingefangen

Doch als die Rehkitze das Band bekommen haben, war eine Fangaktion auch möglich? «Diese lief über eine längere Zeit, es gab keinen Zeitdruck», sagt Uni-Sprecher Beat Müller. Hanspeter Egli sagt dazu: «Wenn sie kleiner sind, kann man sie auch viel besser finden.»

In den letzten Tagen hat die Wildhut nun schon 18 Rehkitze abschiessen müssen. Ob noch mehr Tiere erlegt werden müssen, ist noch unklar.
Laut Universität ist der Rehbestand im Simmen- und Kandertal genügend gross, er werde durch den Notabschuss nicht gefährdet.

Ist auch das Projekt gestorben?

Was hat er für Konsequenzen? «Wir werden mit der ausländischen Herstellerfirma prüfen, was an den Halsbändern defekt war. Wir prüfen auch ob das Projekt weitergehen kann – und wenn ja, wie. Alle involvierten Personen bedauern sehr, was passiert ist», so Uni-Sprecher Müller.

Beim zuständigen Bundesamt, dem Auftraggeber, heisst es auf Anfrage: «Wie sich dieser Vorfall auf das Forschungsprojekt und die Ergebnisse auswirkt, müssen die Verantwortlichen der Universität Zürich beurteilen. Sie müssen auch beurteilen, ob das Projekt unverändert weitergeführt werden kann.»
Bei WWF Schweiz bedauert man den Notabschuss sehr.

«Aber es gab offenbar keine Alternative, die Tiere wären sonst qualvoll erstickt», sagt Sprecher Stefan Inderbitzin. «Wir stufen diese Feldstudie über die Auswirkungen von Luchsen auf die Rehpopulation als wichtig ein und hoffen, sie kann weitergehen.»
Nein, Bogoljubow, das hätte ich ...
... nur einfach gar nicht erwartet!

Es ist - wieder einmal - erschütternd, feststellen zu müssen, welche Hirnlosigkeit und Dilletanz gerade diejenigen Leute selbst zeigen, die immer wieder arrogant belehrend denen Unvermögen vorhalten, die - ohne "wissenschaftlich-universitäre Ausbildung, dafür aber mit langjähriger breiter beruflicher Erfahrung - ähnlich geartete Untersuchungen - in anderen Fachbereichen - und Forschungen - anstellen und AUCH zu Resultaten gelangen, die aber in aller Regel als kurzerhand "nicht wissenschaftlich" und deshalb nicht richtig taxiert werden ... usf. ... weil anders organisiert und aufgebaut!

Was in diesem Fall sich die verantwortlichen "Wissenschaftler" für naive und völlig unwissenschaftliche Ausreden einfallen liessen, ist derart stupend, dass ich nur auf Radio und TV SRF-Nachrichten verweise ... Dort kann sich jede/r selbst dieses Geschwafel anhören ...!

Dass so genannt hochstudierte und mit universitären Titeln dekorierte Leute da von sich gaben ... Da geniere ich mich nachgerade, als normaler Schweizer Bürger, dass die Uni-Zürich, resp. diese Uni-Grössen, vergessen haben sich vorzustellen, dass diese Rehkizze ja AUCH wachsen ..., wie alle Lebewesen und demnach die Halsbänder 100%-ig funktionieren müssen, wenn die Hälse der Rehkizze an Umfang zunehmen! Dass man diese Tiere unter Umständen nicht rechtzeitig findet, wenn die angelegten Halsbänder beim Wachsen der Tiere sich nicht dehnen sollten, das ... eben, überstieg offenbar den Denk-Horizont der am Projekt beteiligten!

Es gab ja 18 Rehkizze, die man zu spät fand um feststellen zu können, dass es Halsbänder gab, die "eben halt sich nicht ausdehnten, wie sie es eigentlich sollten ....". Also musste man offenbar, um die Tiere vom weiteren Leiden zu erlösen, diese töten!

Da muss ich einfach sagen "Vorher denken, liebe so genannte "intellektuelle" Anfänger ...! Das wäre IHR Fach gewesen!!
Die am Radio gehörten Ausreden sind einfach beschämend fade und dümmlich ... Von intellektuellem Format, da ist gar nichts zu erkennen!

Ich schlage vor: Ganze Übung zurück an den Anfang und richtig voraus denken und aufbauen (auch und gerade diese Halsbänder!) und dann umfassende Tests durchführen mit diesen Halsbändern (nicht an Rehkizzen, sondern an geeigneten Dummies zuerst ...! Dies braucht halt Zeit und diese Zeit müssen Sie einfach aufbringen können -

ODER: Viel einfacher, wie ein anderer Fachmann, offenbar ein Wildhüter ..., sagte, dass die Wildhüter und Fachleute bereits heute, auch ohne diese Untersuchung am lebenden Objekt, wüssten, wie der Wildbestand zusammengesetzt ist und was da zu tun gewesen wäre ...!
man lernt eben täglich,
man lernt eben täglich dazu, Juhu! (R. Mey)
Hätten Sie gedacht, dass man im Rahmen einer Universitätsstudie mit Tieren vernachlässigt, dass diese leben bzw. wachsen?
Mehr Menschlichkeit für Tiere.
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