Kanton Freiburg will Jungrentner verhindern
publiziert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 16:33 Uhr

Freiburg - Staatsräte, die beim Ausscheiden aus der Kantonsregierung weniger als 45 Jahre alt sind, sollen im Kanton Freiburg keine lebenslange Rente mehr erhalten. Stattdessen müssen sie mit einer einmaligen Abfindung auskommen.

Mit der Massnahme will der Kanton Freiburg Kosten sparen.
Mit der Massnahme will der Kanton Freiburg Kosten sparen.
Dies ist eine der Änderungen, die der Kanton in einem Gesetzesentwurf präsentierte. Unangetastet bleiben soll der Lohn von 215 000 Franken pro Jahr. Weitere Änderungen betreffen die Anpassung des Lohn- und Rentensystems bei den Kantonsrichtern und die Entlöhnung der Oberamtmänner.

Die Löhne der Oberamtmänner sind neu nicht mehr von der Bezirksgrösse abhängig. Pro Jahr sollen alle einen Lohn von 171 000 Franken erhalten, so viel wie der Oberamtmann des Saanebezirks bisher verdient hat.

Sowohl bei den Oberamtmännern wie bei den Staatsräten wird auf die Ausrichtung einer lebenslangen Rente verzichtet, wenn die Magistraten weniger als zehn Jahre im Amt oder bei ihrem Ausscheiden aus dem Amt jünger als 45 Jahre alt sind. Stattdessen erhalten sie eine einmalige Abfindung in der Höhe von einem bis zwei Jahreslöhnen.

Das Rentensystem bei den Kantonsrichtern wird angepasst. Weil sie vom Grossen Rat gewählt werden, ist das Risiko einer Nichtwiederwahl weniger gross als bei einer Volkswahl. Die Renten werden nach unten angepasst. Dafür erhalten die Kantonsrichter eine Lohnerhöhung von 10 Prozent.

Der Gesetzesentwurf wird voraussichtlich im März oder Mai im Grossen Rat diskutiert. Im schweizweiten Lohnvergleich liegen die Freiburger Magistraten im hinteren Drittel.

(tr/sda)

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