Kanton Zürich will möglichst viele Wertstoffe aus Abfall holen
publiziert: Freitag, 11. Feb 2011 / 16:28 Uhr
Die Stadt Zürich will Pionierrolle im «Urban Mining» übernehmen.
Die Stadt Zürich will Pionierrolle im «Urban Mining» übernehmen.

Zürich - Wenn Rohstoffe teurer werden, wird auch Recycling rentabel. Selbst Kehrichtverbrennungs- und Abwassereinigungsanlagen könnten künftig zu Goldminen werden. «Urban Mining» heisst deshalb das Zauberwort im neuen Zürcher Massnahmenplan Abfall- und Ressourcenwirtschaft.

Umwelt- und Trinkwasseranalysen, Produktesicherheit
4 Meldungen im Zusammenhang
Der noch junge Begriff in der Abfallszene könnte nach Ansicht von Experten ein neues Zeitalter einläuten. «Urban Mining» sei ein Paradigmenwechsel, von der Abfallbewirtschaftung zur Kreislaufwirtschaft, sagte Baudirektor Markus Kägi (SVP) am Freitag an einer Medienkonferenz in Zürich.

Im Kanton Zürich habe sich ein Rohstofflager angesammelt, das punkto Lagerdichte mit den klassischen Rohstoff-Minen mithalten könne. Dabei handle es sich um die metallischen Anteile von Bauten und Konsumgütern, die bislang durch die Entsorgung verloren gegangen seien.

Die Rückgewinnung von hochwertigem Aluminium, von Chromstahl, Kupfer und vielen anderen Metallen sei in mehrfacher Hinsicht sinnvoll, erklärte der Baudirektor. «Wir schonen die Ressourcen, sparen Energie, belasten die Umwelt nicht mehr mit Emissionen aus Deponien und es lohnt sich auch finanziell.»

Neue Gebäude aus recycliertem Beton

Zunehmend Bedeutung erlangen im Kanton Zürich Reststoffe aus Gebäudeabbrüchen. Laut einem neuen Berechnungsmodell des Kantons lagern in der Bausubstanz 410 Millionen Tonnen mineralische und gut 9 Millionen Tonnen metallische Stoffe, die später wiederverwertet werden könnten, wie Stefan Rubli von der Energie- und Ressourcen-Management GmbH ausführte.

Beim Abbruch der Wohnsiedlung Bernerstrasse in Zürich mit 267 Wohnungen wurde laut Rubli dank eines selektiven Rückbaus eine Verwertungsquote von 91 Prozent erreicht. Das sei eine Quote, wie sie bei der Wiederverwertung von Glas verzeichnet werde.

Rubli räumte allerdings ein, dass bei Architekten und Ingenieuren bei der Verwendung von Rückbaustoffen noch immer grosse Vorbehalte bestehen. Der Kanton Zürich wolle auf dem Gebiet der Verwendung von Recycling-Beton eine Pionierrolle übernehmen.

(joge/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen sollen bis zum Jahr 2020 200'000 Tonnen weniger ... mehr lesen
Die unterzeichnete Vereinbarung sieht eine Reduktion der CO2-Emissionen aus der Abfallverbrennung um 200'000 Tonnen bis 2020 im Vergleich zu 2010 vor.
Die Menschheit produziert immer mehr Abfall.
Washington - Die Menschheit produziert immer mehr Müll. Momentan sind es 1,3 ... mehr lesen
Adventskalender Wussten Sie, dass wir Europäer im Leben mehr Bau- als Siedlungsabfälle ... mehr lesen
Ausgediente Materialien werden wieder zu Baustoffen.
Abwasser ist wertvoller als man denkt.
Green Investment Wien - Die Lagerstätten für das lebenswichtige Element Phosphor reichen nur noch 150 Jahre. Die grösste Sekundärquelle der ... mehr lesen
Umwelt- und Trinkwasseranalysen, Produktesicherheit
Elektrosmog Messung und Lösungen
Josef Peter
Steinacherstrasse 4
8308 Illnau
Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Klimastrategie und zeichnen Sie mit dem SwissClimate CO2e-Label aus.
Das Vertrauen in die Technik ist gross.
Das Vertrauen in die Technik ist gross.
Energiewende  Bern - Die Energiekommission des Nationalrates (UREK) will die Betriebsdauer von Atomkraftwerken nicht beschränken. Nach 40 Jahren sollen die Betreiber jedoch besondere Auflagen erfüllen müssen. 
BKW reicht Nachrüstungskonzept für AKW Mühleberg ein Bern - Der bernische Energiekonzern BKW hat nach eigenen Angaben beim Bund das Nachrüstungskonzept ...
Das 1972 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Mühleberg.
AKW-Betreiber müssen tiefer in die Tasche greifen Bern - Die AKW-Betreiber müssen künftig mehr in den Stilllegungs- und ...
Nachhaltige Wirtschaftspolitik besser  Bern - Umweltschützer halten nichts von der Ecopop-Initiative. Ein Komitee von Persönlichkeiten aus Umwelt- und Wirtschaftskreisen ...
Hans-Peter Fricker äusserte sich zur Ecopop-Initiative. (Archivbild)
Die Bundeskanzlei prüft nun für die französische Fassung des Abstimmungsbüchleins einen Hinweis zu platzieren, dass die im Initiativtext enthaltene Quote von 0,2 Prozent auf die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz zu beziehen sei.
Übersetzungsfehler im Text der Ecopop-Initiative Bern - Im französischen Text der Ecopop-Initiative ist der Bundeskanzlei ein Übersetzungsfehler unterlaufen. Er ereignete ...
Nationalrat bestätigt Gültigkeit der Ecopop-Initiative Bern - Das Volk kann über die Ecopop-Initiative abstimmen. Nach dem ... 19
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3461
    Nur Rassismus Eine der dümmsten, rassistischsten, überheblichsten, arrogantesten, ... Di, 12.08.14 11:26
  • LinusLuchs aus Basel 29
    Unbemerkter Rassismus Das ist aber lieb von Ecopop-Geschäftsführer Andreas Thommen. Er sagt: ... Di, 12.08.14 08:58
  • webezet aus Dornach 1
    Luftverschmutzung durch Holzofenpizza Seit 2 Jahren müssen wir den Dreckausstoss einer Pizzeria in kauf ... So, 03.08.14 11:20
  • thomy aus Bern 4157
    Früher war's genau gleich wie heute! Die Einen denken nach und erkennen einen grossen Fehler - Abholzung! - ... Mo, 14.07.14 12:32
  • thomy aus Bern 4157
    Dünger wirkt auch neben dem Acker ... Ach, wie hochgeistig, diese Aussage/n doch sind. Solches und ähnliches ... Fr, 23.05.14 12:59
  • keinschaf aus Wladiwostok 2580
    Never mind. Mich stört das nicht im geringsten, wenn Sie hier missionieren. Sie ... Do, 22.05.14 00:17
  • Believer aus Grenchen 53
    Ökosteuer Gut gebrummt keinschaf. Leider haben Sie recht mit Ihrem Vergleich. Mit ... Do, 22.05.14 00:05
  • keinschaf aus Wladiwostok 2580
    muahaha "Das letzte Wort wird das Volk haben" Klar. Nachdem die weltfremden ... Mi, 21.05.14 23:19
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 12°C 15°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 11°C 16°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 13°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 14°C 21°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 15°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 15°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 29°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten