Kanton Zürich wird nicht zum 24-Stunden-Shoppingparadies
publiziert: Sonntag, 17. Jun 2012 / 17:16 Uhr
Einkaufen rund um die Uhr wird es in Zürich nicht geben.
Einkaufen rund um die Uhr wird es in Zürich nicht geben.

Zürich - Schlappe für die FDP, Erfolg für die Grünen: Die Zürcherinnen und Zürcher wollen nicht rund um die Uhr einkaufen. Dagegen wollen sie auch im Siedlungsgebiet geeignetes Land für die landwirtschaftliche Nutzung freihalten.

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Insgesamt hatte das Stimmvolk am Sonntag über sechs kantonale Vorlagen zu befinden - bei einer standen drei Varianten zur Auswahl. Die Stimmbeteiligung für alle sechs Vorlagen lag zwischen 36,2 und 40,6 Prozent.

Mit 70,7 Prozent Nein-Stimmen (100'480 Ja zu 242'274 Nein) verwarf das Stimmvolk die FDP-Initiative «Der Kunde ist König!», welche eine vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten verlangte. Allerdings hätte die schweizweit geltende Regelung der Sonntagsarbeit ohnehin verhindert, Läden an Werk-, Sonn- und Feiertagen praktisch unbeschränkt offen zu halten.

Überraschend Ja sagten die Stimmenden dagegen mit 178'483 Ja zu 148'821 Nein (54,5 Prozent Ja) zur Kulturlandinitiative der Grünen. Wertvolle Landwirtschaftsflächen sollen neu auch innerhalb von Siedlungsgebieten geschützt werden.

Damit soll genügend Kulturland erhalten bleiben, um mit regionaler Landwirtschaftsproduktion einen möglichst hohen Selbstversorgungsgrad zu erreichen. Ausgenommen sind Flächen, die schon heute zu Bauzonen gehören.

Abfuhr für freie Schulwahl

Keine Chance hatte die Initiative «Freie Schulwahl für alle!». Mit 61'721 Ja zu 276'850 Nein wurde sie bachab geschickt (81,8 Prozent Nein). Sie wollte Eltern die freie Wahl lassen, ob sie ihre Kinder ab der vierten Klasse in eine private oder eine öffentliche Schule schicken wollen. Der Staat sollte bewilligte Privatschulen ebenso finanzieren wie die öffentlichen.

Ja zu Kulturlandinitiative

Wertvolle Landwirtschaftsflächen und Flächen von besonderer ökologischer Bedeutung müssen im Kanton Zürich künftig stärker geschützt werden. Die Volksinitiative «zum Erhalt der landwirtschaftlichen und ökologisch wertvollen Flächen» der Grünen ist überraschend angenommen worden.

Die Initiative wurde mit 54,53 Prozent angenommen. Die Kulturlandinitiative will, dass nur noch Böden überbaut werden dürfen, die für die landwirtschaftliche Nutzung nicht geeignet sind. Fruchtfolgeflächen, die nicht eingezont sind, dürfen demnach nicht mehr überbaut werden. Betroffen davon sind auch gut tausend Hektaren Land, das gemäss Richtplan bereits im Siedlungsgebiet liegt.

 

(fest/sda)

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Anti Reflexe
Man bewegt sich immer in ähnlichen Kreisen. Mein Bekannten würden einen Anti-Links Reflex haben.
Ist ist nun mal so dass in Städten wie Zürich, Genf und Basel die linken Socken stärker vertreten sind als in der restlichen Schweiz.

Nur die Fakten.
Anti FDP Reflex
Den Anti FDP und auch SVP Reflex den die Zürcher langsam haben kann ich nachvollziehen und ist sicher ein Teil des Grundes für die Ablehnung.
Wenn diese zwei Parteien etwas versprechen, weiss man, das Gegenteil wird wohl eher zutreffen. Wie gesagt, ich spreche von Zürich (wo ich arbeite).

Damit will ich nicht sagen das dieser Reflex gut oder gerechtfertigt ist, aber auch nicht das Gegenteil, es ist einfach eine Feststellung, die ich auch immer wieder mache wenn ich mit Geschäftskunden über Politik spreche.
Abegestimmt
Was Sie den ganzen Tag für Sch*** von sich geben Kassandra! Das Stimmvolk hat entschieden und das wird respektiert.

Warum aber ausgerechnet das Verkaufspersonal so unter Heimatschutz gesetzt wird ist mir schleierhaft. Spitäler, Polizei, Dienstleister arbeiten auch an Wochenenden. Warum sind denn Tankstellenshops immer voll, wenn kein Bedarf besteht und warum schützt man so wieder ein Kartell?

Ein alter blöder Zopf den die Gewerkschaften wieder durchgebracht haben. Wann ein privater Shop heute offen hat ist m.E. wirklich nicht Sache des Staates oder der Gewerkschaften. Schon gar nicht der Kirchen. Wir schreiben 2012 auch in der Servicewüste Schweiz.

Aber abgestimmt ist abgestimmt.
Der Kunde ist König
Das haben die Bürgerlichen noch nicht kapiert: In der Schweiz gibt es keine Monarchen und auch sonst keine Adligen, werder Vorhof- noch Hinterhofräte und sonst welche Abgehobene, nur ganz normale Bürger! Mal die Pfaffen ausgenommen, die noch über dem Geschehen zu stehen glauben, eben, Glauben.
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