Dank mehr Steuereinnahmen
Kanton Zug knapp in den schwarzen Zahlen
publiziert: Mittwoch, 6. Apr 2011 / 11:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Apr 2011 / 11:48 Uhr
Die Jahresrechnung 2010 des Kanton Zugs schliesst mit einem kleinen Überschuss ab.
Die Jahresrechnung 2010 des Kanton Zugs schliesst mit einem kleinen Überschuss ab.

Zug - Die Rechnung des Kantons Zug schliesst mit einem knappen Überschuss von 400'000 Franken. Der Finanzdirektor gibt sich zufrieden: Budgetiert war ein Defizit von 33,7 Millionen aus. Grund für diese Abweichung waren mehr Steuereinnahmen und weniger Abschreibungen.

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Der Kanton Zug liegt mit einer knappen halben Million im Plus. Damit schliesst er etwas schlechter als im Vorjahr, als der Überschuss 1,4 Millionen betrug. Finanzdirektor Peter Hegglin spricht angesichts der Finanzkrise von einem guten Ergebnis. Im Budget war mit einem wesentlich geringeren Steuerertrag gerechnet worden.

Die unerwartet schnelle Erholung der Konjunktur spülte 7,4 Millionen mehr Steuererträge in die Kassen als angenommen. Dafür sind vor allem die Unternehmen verantwortlich: Die Gewinnsteuern und die Kapitalsteuererträge sind gestiegen, unter anderem, weil viele kapitalstarke Gesellschaften zugezogen sind.

Bei den natürlichen Personen nahmen die Steuererträge ab: Die Bürger versteuerten wegen der Finanzkrise weniger Vermögen.

Investitionen im Strassenbau und Gemeinden

Die knapp schwarze Zahl ist auch den geringeren Ausgaben zu verdanken: Der Kanton Zug gab mit 81,2 Millionen Nettoinvestitionen etwas weniger aus als im Vorjahr (87,2 Millionen) und einen Drittel weniger als budgetiert.

Man ging vor allem von mehr Investitionen im Strassenbau aus. Wegen Bauverzögerungen wurde hier weniger ausgegeben. Das wirkte sich auch positiv auf die Abschreibungen aus: Es wurden 26,8 Millionen weniger abgeschrieben.

Am meisten investiert wurde in den Strassenbau (17,6 Millionen) und in die Gemeinden (13,5 Millionen). Dort wurden vor allem Schulen gebaut. Die Stadtbahn liegt an dritter Stelle, sie verschlang 8,7 Millionen.

Im letzten Jahr flossen aus dem Kanton Zug 216,7 Millionen in den kantonalen Finanzausgleich, wovon die Gemeinden 36,8 Millionen übernahmen.

«Polster für anstehende Projekte»

Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 110,1 Prozent. Das bedeutet, dass alle Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert werden konnten, allerdings nicht mehr so gut wie in den letzten Jahren, wie Hegglin einräumte.

Er spricht von einer «guten Bilanzstruktur». Das Finanzvermögen ist deutlich grösser als das Verwaltungsvermögen. Das heisst, dass der Kanton über genügend flüssiges Geld verfügt. «Wir haben ein Polster für anstehende Projekte», sagte Hegglin.

(bg/sda)

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