Kantone diskutieren über Plastiksackverbot
publiziert: Donnerstag, 3. Jul 2008 / 11:42 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Jul 2008 / 15:39 Uhr

Bern - In den Kantonen Bern, Jura und Tessin wird derzeit über ein Verbot von Plastiksäcken diskutiert, wie sie in Kaufhäusern verteilt werden. Auch auf eidgenössischer Ebene ist ein entsprechender Vorstoss hängig.

Gemäss Michel Thentz stellen die Polyethylen-Säcke ein ernsthaftes Umweltproblem dar.
Gemäss Michel Thentz stellen die Polyethylen-Säcke ein ernsthaftes Umweltproblem dar.
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Im Kanton Bern fordert die parteilose Grossrätin Monika Barth (früher SP) ein Verbot der umweltbelastenden Polyethylen-Säcke.

Der bernische Regierungsrat empfiehlt jedoch, die Motion von Barth zurückzuweisen. Polyethylen-Säcke machten bloss 2 Prozent der Abfälle aus, argumentiert die Regierung.

Auch der jurassische SP-Parlamentarier Michel Thentz fordert in einer Motion ein Verbot dieser Säcke in seinem Kanton. Immer mehr werde klar, dass die Polyethylen-Säcke ein ernsthaftes Umweltproblem darstellten, begründet er seinen Vorstoss.

Motion auf Bundesebene

Bereits letzten November haben Tessiner Kantonsräte dieselbe Forderung gestellt. Und auf Bundesebene hat der Freiburger CVP-Nationalrat Dominique de Buman vor kurzem eine Motion eingereicht, die ein Verbot nicht wiederverwendbarer Säcke verlangt. Eine Antwort der Landesregierung steht noch aus.

Einen Schritt weiter ist man in Frankreich: Hier sind nicht kompostierbare Plastiktüten ab 2010 verboten. Auch in Grossbritannien laufen Bestrebungen in dieselbe Richtung. Und auch die chinesischen Behörden haben die Konsumenten kürzlich aufgefordert, keine Plastiksäcke mehr zu benutzen.

(bert/sda)

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