Karadzic-Partei verliert Wahlen in Bosnien
publiziert: Montag, 6. Okt 2008 / 18:06 Uhr

Sarajevo - Der Bund der Unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD) von Milorad Dodik, dem Premier der bosnischen Serbenrepublik, hat bei Gemeindewahlen am Sonntag offenbar die Position der stärksten Partei im Lande bestätigt.

Die SDS konnte von der Verhaftung Karadzics nicht profitieren. (Archivbild)
Die SDS konnte von der Verhaftung Karadzics nicht profitieren. (Archivbild)
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Nach jüngsten Angaben der staatlichen Wahlkommission hat sich der SNSD 42 Bürgermeisterposten, drei von ihnen in dem grösseren Landesteil, der bosniakisch-kroatischen Föderation, gesichert.

Die Partei der Demokratischen Aktion (SDA) von Sulejman Tihic erwies sich mit 37 Bürgermeisterposten laut unvollständigen Wahlergebnissen erneut als stärkste Partei in der Föderation. Die HDZ-BiH von Dragan Covic bleibt mit 16 Bürgermeistern die stärkste Partei der kroatischen Volksgruppe.

Hohe Wahlbeteiligung

Die einst regierende Serbische Demokratische Partei (SDS) verlor ihre frühere Vorherrschaft in Ostbosnien grösstenteils und wird nur noch in 16 Gemeinden in Ortchefs stellen. Vom SNSD-Vertretern wurde dies als eine «endgültige Niederlage» der Politik von Radovan Karadzic, dem Parteigründer und einstigen Präsidenten der Serbenrepublik, gefeiert.

Dreizehn Jahre nach dem Kriegsende bleiben die Bürger Bosniens offensichtlich weiterhin den Parteien ihrer Volksgruppe treu. Die Trennlinien verlaufen strikt an ethnischen Grenzen. Überraschend hoch fiel mit 55 Prozent die Wahlbeteiligung aus, wobei sie in den grössten Städten wesentlich niedriger als auf dem Lande war.

(ht/sda)

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