Missbrauch: Kardinäle beraten im Vatikan
Kardinäle aus aller Welt beraten über Umgang mit Missbrauchsfällen
publiziert: Freitag, 19. Nov 2010 / 14:05 Uhr
Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI.

Vatikanstadt - Mehr als hundert Kardinäle aus der ganzen Welt sind im Vatikan erstmals zu Gesprächen über den Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsfällen zusammengekommen. Der Einladung von Papst Benedikt XVI. zu den Gesprächen folgten damit mehr als die Hälfte der insgesamt 203 Kardinäle.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Beratungen über die Folgen aus den zahlreichen Skandalen um den sexuellen Missbrauch von Kindern der vergangenen Monate und Jahre sollte der Präfekt der Glaubenskongregation des Vatikan leiten, der US-Kardinal William Joseph Levada.

Opferverbände in den USA kritisieren Levadas Umgang mit den Skandalen. Der konservative Levada war früher Erzbischof von San Francisco. 2002 ging dort ein Priester mit Erfolg gerichtlich gegen das Erzbistum vor; er war nach eigener Aussage von der Kirche unter Druck gesetzt worden, nachdem er die Annäherungsversuche eines offenbar pädophilen Priesters an einen Jugendlichen gemeldet hatte.

Tausende von Missbrauchsopfern

In den vergangenen Jahren und Monaten waren in den USA und in Europa zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester und in katholischen Einrichtungen aufgedeckt worden. In Irland wurde vor einem Jahr der sogenannte Murphy-Bericht veröffentlicht, wonach katholische Würdenträger dort jahrzehntelang Vergewaltigungen und Misshandlungen von Minderjährigen vertuscht hatten.

Insgesamt war von 14'500 Opfern die Rede. Nach der Veröffentlichung des Berichts in Irland waren unter anderem auch in Deutschland, dem Heimatland des Papstes, sowie in Österreich, der Schweiz, Belgien und in Italien Missbrauchsskandale um katholische Geistliche bekannt geworden.

Benedikt XVI. verurteilte die Vergehen wiederholt und traf Missbrauchsopfer. Ausserdem verschärfte der Vatikan die Regeln für den Umgang mit Missbrauchsfällen, nach Einschätzung von Opferverbänden allerdings nicht ausreichend.

(ade/sda)

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Vatikanstadt - Als Reaktion auf den ... mehr lesen
Benedikt XVI. verurteilte die Vergehen wiederholt, traf Missbrauchsopfer und entschuldigte sich mehrfach für das Vorgefallene.
Der Papst hielt die Berichterstattung über den geplanten Anschlag für überzogen.
London - Papst Benedikt XVI. hat am ... mehr lesen
Richtig
Es ist richtig, dass die ganze Sache an die Öffentlichkeit kommt.

Nur warum kann man in kaum einer deutschsprachigen Zeitung lesen, wenn ein Imam sich an einem Kind vergreift?

http://www.portsmouth.co.uk/newshome/Muslim-religious-leader-jailed-fo...
.
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