Kardinäle schotten sich ab
publiziert: Samstag, 9. Apr 2005 / 17:54 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Apr 2005 / 14:13 Uhr

Rom - "Das Kardinalskollegium hat beschlossen, dass die Kardinäle auch schon vor Beginn des Konklave zur Papst-Wahl keine Interviews mehr geben sollen". Dies sagte Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro-Valls in Rom.

Joaquin Navarro-Valls: "Die Seligsprechung ist die exklusive Kompetenz des neuen Papstes."
Joaquin Navarro-Valls: "Die Seligsprechung ist die exklusive Kompetenz des neuen Papstes."
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"Die Kardinäle haben nun eine Zeit der intensiveren Stille und Gebete begonnen", erklärte Navarro-Valls die Entscheidung der Kardinäle. Dies sollte keineswegs als Brüskierung der Medien verstanden werden, sondern als Geste von grosser Verantwortung.

Navarro-Valls bat, die Kardinäle nicht mehr wegen Interviews zu kontaktieren. Er unterstrich, dass der Beschluss der Kardinäle einstimmig getroffen worden sei und nichts mit dem Interviewverbot durch Kardinaldekan Ratzinger zu tun habe, über das in den Medien spekuliert worden war.

"Keine angemessene Vorbereitung"

Laut italienischen Medienberichten hatte Ratzinger gerügt, "Interviews zu geben, ist für die Prinzen der Kirche keine angemessene Vorbereitung auf das Konklave". Dieses soll am 18. April um 16.30 Uhr beginnen, berichtete Navarro Valls vor den Medien im Vatikan.

Nur 115 Kardinäle werden daran teilnehmen. Kardinal Jaime Sin, emeritierter Erzbischof von Manila, und Kardinal Adolfo Antonio Suárez Rivera, ehemaliger Erzbischof von Monterrey, werden den neuen Papst aus Gesundheitsgründen nicht wählen.

Santo subito

Bis jetzt sei die Sixtinische Kapelle für das Konklave noch nicht vorbereitet, sagte Navarro-Valls. Die Petersbasilika werde wahrscheinlich während des Konklaves offen sein - aber die Entscheidung darüber stehe allein den Kardinälen zu.

"Die Seligsprechung von Johannes Paul II. ist dagegen exklusive Kompetenz des neuen Papstes". Dies betonte Navarro Valls, nachdem am Freitag Pilger auf dem Petersplatz die sofortige Seligsprechung von Karol Wojityla gefordert hat. Santo subito (sofort heilig) hatten die Gläubigen gerufen.

(kst/sda)

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