Karfreitagsabkommen nach Wahlen in Nordirland umstritten
publiziert: Samstag, 29. Nov 2003 / 19:27 Uhr

Belfast - Nach dem Wahlsieg der radikalen Kräfte in Nordirland hat die britische Regierung in Belfast Gespräche mit führenden Politikern über die Zukunft der Provinz aufgenommen.

Tony Blair und Bertie Ahern riefen alle Parteien auf, konstruktiv mitzuarbeiten.
Tony Blair und Bertie Ahern riefen alle Parteien auf, konstruktiv mitzuarbeiten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wann die unabhängigen Institutionen von Regierung und Regionalparlament wieder eingesetzt werden können. Diese Aufgabe wird durch den Wahlsieg der radikal-protestantischen Democratic Unionist Party (DUP) erschwert. Sie lehnt eine Machtbeteiligung der Katholiken ab und will das Karfreitags-Friedensabkommen von 1998 annullieren.

In einer gemeinsamen Erklärung zum Wahlergebnis forderten der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Amtskollege Bertie Ahern alle Parteien auf, konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die Regierungen in London und Dublin würden die Mandate aller Parteien respektieren und seien zu Gesprächen bereit.

Allerdings müsse klar sein, dass das Friedensabkommen für Nordirland das einzig realistische politische Rahmenwerk bleibe und nicht in Frage gestellt werden dürfe.

Der britische Nordirland-Minister Paul Murphy sagte dem britischen Sender BBC, die Grundsätze des Abkommens könnten nicht verändert werden. Sie enthielten das Konsensprinzip und gingen von der Notwendigkeit der Machtteilung zwischen Katholiken und Protestanten aus. Er will in Belfast mit den verschiedenen nordirischen Parteien über eine mögliche Neuauflage der Allparteienregierung beraten.

Der ehemalige Regierungschef Nordirlands, David Trimble, sagte der BBC, der Friedensprozess bewege sich zwar auf eine Sackgasse zu. Aber zu sagen, das Abkommen sei tot, sei sehr übertrieben. Die meisten Menschen in Nordirland unterstützten das Karfreitagsabkommen, betonte Trimble.

Nordirland war im Oktober 2002 erneut unter direkte Londoner Verwaltung gestellt worden, nachdem die Allparteienregierung aus Protestanten und Katholiken zerbrochen war.

(fest/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs ... mehr lesen
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 13°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Basel 14°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewittrige Regengüsse
St. Gallen 16°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Bern 13°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 14°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Genf 14°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten