Karikatur von Papst Johannes Paul II. nicht diskriminierend
publiziert: Dienstag, 9. Mai 2006 / 21:01 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Mai 2006 / 08:20 Uhr

Bern - Die Freiheit der Satire und der Karikatur darf nicht durch religiöse Verbote eingeschränkt werden.

Der Presserat erinnerte daran, dass die Freiheit der Satire und der Karikatur auch für religiöse Themen gelte.
Der Presserat erinnerte daran, dass die Freiheit der Satire und der Karikatur auch für religiöse Themen gelte.
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Johannes Paul IIJohannes Paul II
Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde gegen die Zeitung «Le Temps» wegen einer Karikatur von Papst Johannes Paul II. zurückgewiesen. Die Illustration zeigt den aufgebahrten Leichnahm des verstorbenen Papstes, eine Schar von Gläubigen, einige mit Kameras, und ein Kruzifix. Jesus am Kreuz wendet sich mit den Worten an die Menge: «Stört es euch nicht, dass ich existiere?»

Gegen diese Karikatur hatte sich ein Leser der Westschweizer Zeitung beim Presserat beschwert. Sie beleidige die Christen und alle kultivierten Menschen. Hätte die Zeichnung Juden oder Muslime aufs Korn genommen, wäre dagegen Klage wegen Verletzung der Anitrassismusstrafnorm eingereicht worden, zeigte sich der Beschwerdeführer überzeugt.

Unbegründete Beschwerde

In seiner Stellungnahme wies der Presserat die Beschwerde als offensichtlich unbegründet zurück. Vor allem sei nicht dargelegt worden, inwiefern mit der Zeichnung das Diskriminierungsverbot verletzt werde.

Der Presserat erinnerte daran, dass die Freiheit der Satire und der Karikatur auch für religiöse Themen gelte. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit, das Diskriminierungsverbot, die Menschenwürde und das Wahrheitsgebot seien zu beachten. Auf die Befindlichkeit orthodoxer Kreise brauche diese Freiheit aber nicht Rücksicht zu nehmen.

(fest/sda)

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