Karikaturen-Streit schlichten
publiziert: Sonntag, 26. Feb 2006 / 16:40 Uhr

Doha - UNO-Generalsekretär Kofi Annan sowie Politiker aus dem Westen und der islamischen Welt haben sich bei einer Versöhnungskonferenz in Katar um eine Schlichtung im Karikaturen-Streit bemüht.

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Annan, der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu, sowie die Aussenminister Spaniens, der Türkei und Katars bedauerten in einer gemeinsamen Erklärung vor Konferenzbeginn, den Schmerz, den die umstrittenen Mohammed-Karikaturen Muslimen bereitet hätten.

Sie verurteilten auch den Verlust von Leben und die Beschädigung von Besitz bei den Protesten und riefen zugleich zu Zurückhaltung auf.

Der Emir Katars, Scheich Hamad bin Chalifa Al-Thani, erklärte bei der Eröffnung der Konferenz der Initiative «Allianz der Zivilisationen» in der Hauptstadt Doha, die Freiheitsrechte des Einzelnen sollten gewahrt werden, doch müsse dabei der Glauben respektiert werden.

Annahme nicht garantiert

Die Initiative war im vergangenen Jahr von den Ministerpräsidenten der Türkei und Spaniens, Recep Tayyip Erdogan und José Luis Rodríguez Zapatero, ins Leben gerufen worden.

Annan kündigte an, er wolle die gemeinsame Erklärung in der UNO-Vollversammlung vorlegen, könne jedoch ihre Annahme nicht garantieren.

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hatte am Samstag erklärt, sein Land wolle in dem Karikaturen-Streit die UNO einschalten.

Gesetze gefordert

Er habe bereits Pakistans UNO-Vertreter in Genf angewiesen, Vorbereitungen zu treffen, um das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.

Pakistan hatte zuvor bereits die EU aufgefordert, Gesetze zum Schutz von religiösen Gefühlen zu erlassen.

In Pakistan waren bei gewalttätigen Protesten gegen die als Frevel empfundenen Mohammed- Karikaturen mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind. Am kommenden Wochenende will US-Präsident George W. Bush das Land besuchen.

(rr/sda)

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