Karin Keller-Sutter will in den Bundesrat
publiziert: Donnerstag, 19. Aug 2010 / 15:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Aug 2010 / 15:34 Uhr
Eiserne Lady der Ostschweiz: Karin Keller-Sutter.
Eiserne Lady der Ostschweiz: Karin Keller-Sutter.

St. Gallen - Die St. Galler FDP-Justizdirektorin Karin Keller-Sutter kandidiert für den Bundesrat. Das teilte die FDP des Kantons St. Gallen mit. Die 46-jährige muss noch von den Delegierten der Kantonalpartei portiert werden. Doch das ist eine reine Formsache.

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Karin Keller-Sutter, die seit mehr als zehn Jahren Mitglied der St.Galler Regierung ist, möchte die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz im Bundesrat antreten. Keller-Sutter wird ihren Entscheid, für einen Sitz in der Landesregierung zu kandidieren, den Delegierten der FDP St. Gallen am Abend begründen, wie es heisst.

Schon bevor Hans-Rudolf Merz seinen Rücktritt bekannt gab, war Keller-Sutter als seine mögliche Nachfolgerin genannt worden. Ihr Name war auch schon beim Rücktritt von Pascal Couchepin aus dem Bundesrat ins Spiel gebracht worden. Damals winkte die St. Galler Justiz- und Polizeidirektorin allerdings noch ab.

Auf eine Bundesratskandidatur verzichten hingegen die Glarner FDP-Regierungsrätin Marianne Dürst und der Urner FDP-Regierungsrat Josef Dittli. Dittli begründet seinen Verzicht mit den Kandidaturen hochkarätiger Persönlichkeiten. Dürst will sich als Direktorin des Departements für Volkswirtschaft und Inneres weiterhin auf die Aufgaben im Kanton konzentrieren.

Mit Dürsts Absage gibt es im Kanton Glarus keine Bundesrats-Aspirationen mehr. Am Dienstag hatte Ständerat Pankraz Freitag seinen Verzicht bekanntgegeben. Gleichzeitig haben die FDP-Frauen mit dem Nein von Dürst den zweiten Korb bekommen: Carla Speziali, die Stadtpräsidentin von Locarno, sagte ebenfalls am Dienstag ab.

Um die Nachfolge von Merz bewerben sich von der FDP bisher die Nationalräte Johann Schneider-Ammann (BE), Ruedi Noser (ZH) und Ignazio Cassis (TI).

(sl/sda)

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2. Wahl
Karin Keller-Sutter wäre wohl i.O wenn Schneider-Ammann verzichtet hätte.
So ist sie definitiv nur die 2. Wahl.
Was ich an dieser Frau so gut finde ist, dass sie sich nicht scheut in gewissen Fragen linke Positionen einzunehmen. Zum Teil hat sie auch ziemlich rechte Ansichten, die perfekt zur SVP passen.
Trotzdem bevorzuge ich Schneider-Ammann ganz klar. Es muss nun endlich wieder ein BR aus der Realwirtschaft geben. Denn, sorry, aber die ganzen Juristen BR gehen mir langsam auf den Wecker...
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