Karsai fordert von den USA Konsequenzen
publiziert: Samstag, 21. Mai 2005 / 20:47 Uhr

Kabul - Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die USA aufgefordert, Konsequenzen aus den Foltervorwürfen gegen US-Soldaten in Afghanistan zu ziehen.

Hamid Karsai nahm kein Blatt vor den Mund.
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"Wir wollen, dass die US-Regierung sehr drastische Massnahmen ergreift, um solche Leute zu entfernen." Dies sagte Karsai mit Blick auf US-Soldaten, die Ende 2002 den Tod zweier Gefangener in einer US-Militärbasis in Afghanistan verschuldet haben sollen.

Er sei zutiefst schockiert von den Berichten und verurteile das Vorgehen der US-Soldaten mit Nachdruck. Karsai sollte noch am Samstag zu einer bereits länger geplanten Reise in die USA aufbrechen, wo er in der kommenden Woche auch mit Präsident George W. Bush sprechen soll.

Über 500 Gefangene

Er werde bei seinen Gesprächen in den USA fordern, dass die US-Armee nicht mehr ohne Wissen der afghanischen Regierung nach Verdächtigen im Land sucht, sagte Karsai weiter. Zudem werde er darauf dringen, dass alle afghanischen Häftlinge in ihr Heimatland zurückkehren.

Die USA halten in Guantanamo Bay auf Kuba mehr als 500 Häftlinge fest, von denen viele Ende 2001 bei der Entmachtung des Taliban-Regimes in Afghanistan gefangen genommen worden waren. Es wird zudem davon ausgegangen, dass die US-Armee mehrere hundert Afghanen innerhalb Afghanistans gefangen hält.

Karsai gilt als einer der engsten Verbündeten der USA in deren Kampf gegen den Terror. Die USA haben in dem Land rund 18 300 Soldaten stationiert, die gegen Milizen des entmachteten Taliban-Regimes kämpfen und nach Moslem-Extremisten fahnden.

(rp/sda)

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