Kartellbusse für Nestlé wegen Konkurrenzbehinderung in Frankreich
publiziert: Dienstag, 20. Mrz 2012 / 15:05 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Mrz 2012 / 16:03 Uhr
Sie haben den Grossisten Weitergabepreise diktiert, so habe das im Endeffekt den Konsumenten geschädigt.
Sie haben den Grossisten Weitergabepreise diktiert, so habe das im Endeffekt den Konsumenten geschädigt.

Paris/Vevey VD - Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé und zwei weitere Firmen, die Futter für Hunde und Katzen herstellen, sind in Frankreich zu Kartellbussen verurteilt worden. Die Busse beträgt 35,5 Mio. Euro, den Löwenanteil von 19 Mio. Euro (23 Mio. Fr.) muss Nestlé tragen.

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Neben Nestlé mit seiner Purina-Linie müssen die beiden US-Firmen Mars (Royal Canin) und Colgate-Palmolive (Hill's Pet Nutrition) Bussen zahlen. Die Delikte gehen auf die Jahre 2004 bis 2008 zurück, teilte die französische Wettbewerbsbehörde am Dienstag mit.

Damals hatten die drei Firmen einen Marktanteil von 70 Prozent beim Geschäft mit Trockenfutter für Hunde und Katzen im Fachhandel. In Frankreich leben etwa 8 Millionen Hunde und 10 Millionen Katzen.

Während der fünf Jahre setzten zwei der Unternehmen - Nestlé Purina Petcare France und Royal Canin - Praktiken um, welche die Konkurrenz behinderten. So hätten sie Grossisten Weitergabepreise diktiert. Das habe im Endeffekt die Konsumenten geschädigt.

Der dritte Gebüsste, Hill's Pet Nutrition von Colgate-Palmolive, verbot Grossisten, seine Produkte aus Frankreich auszuführen. Die Busse für Mars beläuft sich auf 11,6 Mio. Euro, jene für Colgate-Palmolive auf 4,67 Mio. Euro.

(knob/sda)

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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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