Stierkampfverbot ab 2012 in Katalonien
Katalonien verabschiedet sich vom Stierkampf
publiziert: Sonntag, 25. Sep 2011 / 12:45 Uhr
2012 tritt in Katalonien ein Stierkampfverbot in Kraft.
2012 tritt in Katalonien ein Stierkampfverbot in Kraft.

Barcelona - Die spanische Region Katalonien verabschiedet sich vom Stierkampf. In der ausverkauften Arena La Monumental in Barcelona versammelten sich am Wochenende einige der bekanntesten Matadore Spaniens, um dort ein letztes Mal Stierkämpfe auszufechten.

6 Meldungen im Zusammenhang
Beim letzten Stierkampf am Sonntagabend vor 20'000 Zuschauern sollte unter anderen José Tomás auftreten, einer der beliebtesten Stierkämpfer des Landes. 2012 tritt dann ein Verbot in Kraft.

Nach dem vorletzten Kampf am Samstag begleiteten die Zuschauer die Matadore zu ihren Hotels und riefen: «Katalonien ist für den Stierkampf.» Die Popularität des Stierkampfs hat in Katalonien in den vergangenen Jahrzehnten allerdings immer mehr abgenommen, im einzigen Stierkampfstadion der Region - dem Monumental - fanden zuletzt noch 15 Kämpfe pro Saison statt.

Das im Juli 2010 vom katalanischen Parlament beschlossene Verbot rief dennoch die Befürworter des Stierkampfs auf die Barrikaden. «Das Verbot des Stierkampfs in Katalonien ist nichts anderes als ein Angriff auf die Freiheit», sagte der Präsident der Gruppe Mesa del Toro, Carlos Nuñez.

Mit dem Versuch, 500'000 Unterschriften zu sammeln, wollen die Aktivisten das spanische Parlament überzeugen, den Stierkampf zum nationalen Kulturerbe zu erklären.

Kein Verbot in anderen Regionen

Auf den Kanarischen Inseln wurde der ohnehin nie sonderlich populäre Stierkampf bereits 1991 verboten, in allen anderen Regionen Spaniens ist er weiterhin erlaubt.

Die oppositionelle spanische Volkspartei (PP), die als Favorit für die Wahlen im November gilt, hat vor dem Verfassungsgericht Einspruch gegen das Stierkampfverbot erhoben. Deren Fraktion in Katalonien versucht zudem, die Umsetzung des Verbots zu verzögern.

Viele Kritiker werfen den nach Unabhängigkeit strebenden Katalanen vor, sich weniger um den Tierschutz zu sorgen, als vielmehr zu versuchen, Spanien zu brüskieren.

(asu/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Barcelona - Die Stierkampfarena «La Monumental» in Barcelona, mit etwa ... mehr lesen
La Monumental in Barcelona.
Nach fünf Monaten Rehabilitation wieder zurück im Ring.
Madrid - Der halb erblindete spanische Stierkämpfer Juan José Padilla ist keine fünf Monate nach seiner schweren Verletzung in den Ring zurückgekehrt. Der 38-Jährige trat am Sonntag mit ... mehr lesen
Madrid - Am Rande eines Stierkampfs ist in Spanien ein Zuschauer von einem Bullen aufgespiesst und getötet worden. Der Mann stand hinter einer Absperrung aus Holz, als das Tier in der Nacht zum Samstag in der nordwestspanischen Stadt El Maderal zu einem Stierkampf in eine Arena gelassen wurde. mehr lesen  1
Madrid - Neuer Rückschlag für Spaniens Stierkampffans: Der staatliche Fernsehsender TVE verbannt die «Corridas» weitgehend vom Bildschirm. Zur Begründung heisst es, dass die Stierkämpfe meist zu einer Zeit stattfinden, in der noch viele Kinder vor dem Fernseher sitzen. mehr lesen 
Madrid - In Spanien ist ein weiterer Torero von einem Kampfstier verletzt worden. In der Arena von Bilbao bohrte der Bulle ein Horn durch den Unterkiefer des 30-jährigen Sergio Aguilar. Dies meldete die auf Stierkampf spezialisierte Website mundotoro.com. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Barcelona - Historischer Sieg für Spaniens Tierschützer: Das Regionalparlament in Barcelona hat die Abschaffung des Stierkampfes in der Region beschlossen. Katalonien ist damit die erste Region auf dem spanischen Festland, die den umstrittenen Brauch verbietet. mehr lesen  1
gegen den Stierkampf !!!
Jedes Jahr werden alleine in Spanien über 40.000 Stiere getötet. Die Stierkampf-Industrie erhält schätzungsweise etwa 530 Millionen Euro an Subventionen von der EU. Ohne diese Mittel könnte das blutige Spektakel gar nicht stattfinden. Noch bevor die Tiere die Arena betreten, werden sie mit Elektroschocks traktiert. Oft verabreicht man ihnen Abführmittel und in ihre Augen wird Vaseline gerieben, um ihre Sehkraft zu trüben. In der Arena angekommen werden sie mit Lanzen und Speeren verletzt und gequält. Nach der grausamen Prozedur versucht schließlich der „Matador“, die geschwächten und panischen Tiere mit seinem Schwert zu töten. Oft genug verfehlt der Matador das Rückenmark und das Sterben dauert qualvoll lange.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Mario Thürig.
Mario Thürig.
Nach Kreuzbandriss  Mario Thürig gibt nach einer Verletzungspause ein Comeback mit einem Sieg am Solothurner Kantonalfest. mehr lesen 
In La Chaux-de-Fonds  La Chaux-de-Fonds - Das Museum für Kulturen des Islam in La Chaux-de-Fonds NE ist am Wochenende eröffnet worden. Den Besuchern ... mehr lesen  
Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch Ateliers, Erzählungen und Kalligraphie-Kurse geboten.
Die Beziehungen zwischen den beiden rivalisierenden islamischen Ländern sind auf einem Tiefpunkt. (Archivbild)
Mekka-Wallfahrt  Riad - Saudi-Arabien und der Iran sind ... mehr lesen  
Erziehungsberechtigten drohen Sanktionen  Liestal - Im Kanton Baselland dürfen Schülerinnen und Schüler nicht mehr den Handschlag aus religiösen Gründen verweigern. Tun sie dies trotzdem, ... mehr lesen   1
Eine rechtliche Prüfung ergab, dass Baselbieter Schulen trotz Religionsfreiheit einen Händedruck einfordern können. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Und noch ein Pionier . . . . . . ach hätten wir doch bloss für jeden hundertsten Juristen einen ... Fr, 24.06.16 09:54
  • jorian aus Dulliken 1754
    SRG: Eishockey & und der ESC Wer am Leutschenbach nicht gehorcht, muss den ESC oder die Eishockey WM ... Fr, 13.05.16 05:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Die... Entscheidung von A. Merkel ist völlig richtig: -Sie ist juristisch ... So, 17.04.16 14:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Komiker... Böhmermann wird vermurlich, damit die Türkei-Deal-Marionetten in Berlin ... Di, 12.04.16 13:37
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Sind Sie sicher dass es nicht Erdowann oder gar Erdowahn heisst? So, 03.04.16 10:47
  • HeinrichFrei aus Zürich 431
    Zürich: von «Dada» zu «Gaga» Die «Dada» Veranstaltungen in Zürich zeigen, dass «Dada» heute eher zu ... Mo, 15.02.16 22:51
  • Midas aus Dubai 3810
    Finde den Unterschied Ah ja, wieder der böse Kapitalismus. Wie gesagt, haben Sie ein besseres ... Mo, 01.02.16 02:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Schöner kann man's nicht erklären «Es handelt sich hier um ausserordentlich sensible Figuren. Da ist zum ... So, 31.01.16 16:48
art-tv.ch Gotthard. Ab durch den Berg Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz zeigt die Tunnelbauten ...
Niconé.
Felix Steinbild
news.ch hört sich jede Woche für Sie die interessantesten neuen CDs an und stellt sie Ihnen hier ausführlich vor.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -4°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Basel -4°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen -4°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern -5°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern -4°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Genf -1°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 2°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten