«Katastrophe wäre in Beznau nur schwer zu verhindern»
publiziert: Mittwoch, 4. Nov 2009 / 10:49 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Nov 2009 / 11:29 Uhr

Aarau - Die beiden Reaktoren des AKW Beznau in Döttingen AG sollen unverzüglich abgeschaltet werden. Das fordern SP und Grüne der Kantone Aargau und Solothurn sowie vier Anti-AKW-Organisationen in einem Brief an Bundesrat Moritz Leuenberger.

Der Reaktor Beznau 1, das älteste Schweizer AKW, ist seit 40 Jahren in Betrieb - SP und Grüne fordern eine Abschaltung.
Der Reaktor Beznau 1, das älteste Schweizer AKW, ist seit 40 Jahren in Betrieb - SP und Grüne fordern eine Abschaltung.
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Bei einem Zwischenfall sei die Notstromversorgung der Reaktoren nicht gewährleistet, teilten die Parteien und Organisationen mit. Die Notstromsysteme seien so schwach ausgelegt, «dass eine Katastrophe nur schwer zu verhindern wäre».

Die Aufsichtsbehörde des Bundes, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), habe bisher keine Massnahmen angeordnet. Das ENSI lasse zu, dass die Bevölkerung einem «unverhältnismässigen Risiko» ausgesetzt sei.

Nachrüstung erst 2011

Die Axpo als AKW-Betreiberin wolle mit der entsprechenden Nachrüstung erst 2011 starten. Dies könne nicht hingenommen werden. Es zeige sich, dass «ökonomische Interessen vor Sicherheit» kämen.

Der Reaktor Beznau 1, das älteste Schweizer AKW, ist seit 40 Jahren in Betrieb. Daher veranstaltet der Stromkonzern Axpo am kommenden Wochenende unter dem Motto «Impuls Beznau» ein Fest für die Bevölkerung.

Unbefristete Betriebsbewilligung

Der Reaktor 1 auf der Aarehalbinsel Beznau hatte 1969 nach einer rund vier Jahren dauernden Bewilligungs- und Bauphase als erstes Schweizer AKW den Betrieb aufgenommen. Zwei Jahre später ging der Reaktor 2 an Netz.

Die beiden Druckwasserreaktoren, die mit Flusswasser gekühlt werden, verfügen über eine unbefristete Betriebsbewilligung. Sie produzieren gemäss Axpo 6 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr. Dies entspricht rund zehn Prozent des Schweizer Stromverbrauchs.

Beim Bundesamt für Energie (BFE) liegt ein Rahmenbewilligungsgesuch für ein neues AKW am Standort Beznau. Das Gesuch hatte die Resun AG im Dezember 2008 eingereicht. Dieser Gesellschaft gehören die Axpo, die bernischen BKW sowie die zentralschweizerischen CKW an.

(tri/sda)

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