
Genf - Katastrophen und Konflikte treiben Jahr für Jahr Hunderttausende von Menschen in die Flucht. Derzeit sind weltweit mehr als 72 Millionen Kinder, Frauen und Männer Vertriebene - mindestens einer von jeweils 100 Erdbewohnern sah sich irgendwann zur Emigration gezwungen.
In dem Bericht beklagen die humanitären Organisationen, Politiker vieler Länder würden immer öfter wegschauen, wenn Vertriebene und Flüchtende Hilfe nötig hätten.
«Die steigende Zahl von Vertriebenen stellt eine Herausforderung für die humanitäre Hilfe dar», erklärte IFRC-Generalsekretär Bekele Geleta. Die Ursachen für erzwungene Migration seien vielfältig. Sie reichten von politischen Unruhen über blutige Bürgerkriege - wie in Somalia und derzeit vor allem in Syrien - und Naturkatastrophen bis hin zu den Folgen des Klimawandels.
Auch manche Entwicklungsprojekten wie Staudammbauten, die ohne Rücksicht auf davon unmittelbar betroffene Bevölkerungsgruppen durchgesetzt würden, zwingen laut IFRC Millionen von Menschen zum Verlassen ihrer Heimat.
Tsunami grösste Naturkatastrophe
Aus der Opferbilanz des IFRC-Berichts geht hervor, dass 2011 insgesamt 31'105 Menschen durch Naturkatastrophen ums Leben kamen - mehr als 19'000 fielen alleine dem Tsunami in Japan zum Opfer. Hinzu kommen Tausende Todesopfer technischer Katastrophen wie Schiffs- oder Flugzeugunglücke.
Insgesamt seien 2011 aber weniger Menschen durch Katastrophen umgekommen als in anderen Jahren. Die Zahl von 336 Naturkatastrophen sei 2011 die geringste der vergangenen zehn Jahre gewesen und habe um 15 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt gelegen.
Hinsichtlich der verursachten Schäden war 2011 jedoch mit einem Umfang von 365,5 Milliarden Dollar (rund 341 Milliarden Franken) das teuerste der vergangenen zehn Jahre. Deutlich mehr als die Hälfte der Schadenskosten - 210 Milliarden Dollar - seien allein durch die Folgen des Tsunami in Japan im März 2011 und das dadurch ausgelöste Reaktorunglück im Kernkraftwerk Fukushima entstanden.
Frühwarnsysteme gefordert
Die Kosten, die der internationalen Gemeinschaft bei der Hilfe für Zwangsmigranten entstehen, bezifferte der IFRC-Generalsekretär auf acht Milliarden Dollar pro Jahr (rund 7,47 Milliarden Franken). Angesichts des enormen menschlichen Leids, das mit Flucht und Vertreibung einhergehe, seien grössere und entschlossenere Hilfsaktionen als in der Vergangenheit erforderlich.
Wichtig seien dabei auch Massnahmen zur Verhinderung oder zumindest rechtzeitigen Warnung vor Naturkatastrophen wie Tsunamis oder auch vor Missernten, die zu Hungersnöten und Massenfluchten führen. Besorgniserregend sei auch, dass immer mehr Flüchtende versuchten, sich in städtischen Ballungsgebieten durchzuschlagen.
So nehme das Wachstum von Slums weiter zu. Die Experten sprechen von einer «sekundären Katastrophe» durch das Entstehen grosser Elendsviertel selbst in Gegenden, die wegen Überschwemmungsgefahr oder anderer potenzieller Katastrophen nicht als Siedlungsgebiete geeignet seien.
(bert/sda)
- keinschaf aus Henau 1552
Was für ein Blödsinn aber auch;-) "Zudem liegt beim Co2 ein weiteres nicht zu unterschätzendes Problem. ... So, 12.05.13 00:33 - jorian aus Gretzenbach 1196
Steuerfaktor Ja da haben Sie recht die CO2 Steuer ist ein wichtiger Faktor. Sa, 11.05.13 22:23 - ochgott aus Ramsen 646
Wo.... wird es kälter. Ich sehe nichts davon. Zudem wird es bei einer ... Sa, 11.05.13 19:45 - jorian aus Gretzenbach 1196
Und.......... .......... dennoch wird es immer kälter. Sa, 11.05.13 07:51 - keinschaf aus Henau 1552
Studie, die AAAMMMDCCXVIII. "Mit dem Beginn der Pubertät gehen die Menschen später schlafen und ... Di, 23.04.13 00:09 - jorian aus Gretzenbach 1196
Die reiche CH................. .......... schickt das Geld lieber ins Ausland, als wie es den eigenen ... Fr, 12.04.13 04:36 - Midas aus Dubai 3061
Schäbige Schande Die Verdingkinder haben keine Lobby. Das das ganze bis in die 70er ... Fr, 12.04.13 01:01 - zombie1969 aus Frauenfeld 1574
Offenbar... hat man aus den Fehlern in der Vergangenheit immer noch nichts daraus ... Do, 11.04.13 19:47
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