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«Katrina» forderte erste Klimaflüchtlinge
publiziert: Donnerstag, 17. Aug 2006 / 12:24 Uhr

Washington - Umweltkatastrophen infolge der Erderwärmung haben in den USA zu einem ersten massenhaften Exodus geführt.

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Katrina führte zu einem Flüchtlingsstrom von mindestens einer Viertelmillion Menschen.
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1 Meldung im Zusammenhang
Experten bezeichnen in einer Studie die «Katrina»-Evakuierten als erste Klimaflüchtlinge in den USA.

Die Flucht von hunderttausenden Menschen nach dem Hurrikan «Katrina» an der Golfküste der USA vor einem Jahr sei die erste dokumentierte «Massenbewegung von Klimaflüchtlingen» gewesen, heisst es in einem in Washington vorgestellten Bericht des Earth Policy Institute.

Eine Untersuchung habe ergeben, dass sich mindestens 250 000 der Geflohenen inzwischen anderswo angesiedelt haben und nicht an die hurrikangefährdete Golfküste zurückkehren, heisst es in der Studie.

Weg vom Elend

Diese Menschen wollten sich nicht länger den persönlichen Traumata und finanziellen Risiken in Zusammenhang mit dem ansteigenden Meeresspiegel und immer verheerenderen Stürmen aussetzen.

Deshalb seien diese Menschen nun als Klimaflüchtlinge zu bezeichnen, sagte Institutsdirektor und Worldwatch-Gründer Lester Brown.

Bislang waren Umweltexperten davon ausgegangen, dass die ersten Massenfluchten infolge der Klimaerwärmung wahrscheinlich die kleinen Inselstaaten im Pazifik treffen würden, die nur wenige Meter über den Meeresspiegel herausragen und bei einem Ansteigen der Meere verschwinden könnten.

Klimaflüchtlinge auch in China

Mit den USA habe nun ausgerechnet dasjenige Land die grösste Hurrikan-Zerstörung erlitten, das in erster Linie für die Erderwärmung verantwortlich sei. Die Gefahr durch Wirbelstürme in den Küstenregionen werde eine anhaltende Abwanderung auslösen, sagte Brown weiter.

Das Earth Policy Institute definiert den Begriff «Klimaflüchtling» in der Studie als Angehörigen einer grösseren Gruppe, die wegen vom Menschen verursachten Umweltveränderungen ihre Heimat verlassen müssen.

Darunter fallen nach Angaben der Experten auch Millionen Menschen im Norden und Westen Chinas, die wegen der Versteppung der Böden infolge von Überweidung ihre Dörfer verlassen mussten.

(rr/sda)

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