Kaum Hoffnung für verschüttete Bergleute
publiziert: Montag, 8. Aug 2005 / 07:49 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Aug 2005 / 09:03 Uhr

Peking - Einen Tag nach dem schweren Grubenunglück in der südchinesischen Provinz Guangdong gab es kaum Hoffnung, dass 102 verschüttete Bergleute noch lebend gerettet werden können.

Die Bergleute wurden von einem Wassereinbruch überrascht.
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Die Überlebenschancen seien ziemlich schlecht, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua den Vizebürgermeister der Stadt Meizhou, Cai Xiaoju. 600 Menschen wurden für die Bergungsaktion organisiert. Es habe aber keine echten Fortschritte gegeben, sagte der Behördenvertreter der Provinz Guangdong, in der die private Daxing Colliery Zeche nahe der Stadt Meizhou liegt.

Ein Wassereinbruch hatte die Kumpel gestern in über 400 Meter Tiefe überrascht. Die Chancen für die Kumpel sind gering, da 15 bis 20 Millionen Kubikmeter Wasser in den Schacht geflossen sind. Der Wasserstand sei um 50 Zentimeter pro Stunde gestiegen, hiess es.

Schliessung anderer Bergwerke

Rettungstrupps versuchten, das Wasser abzupumpen. Gemäss Medienberichten wurden angrenzende Bergwerke aufgefordert, den Betrieb einzustellen und ihre Arbeiter in Sicherheit zu bringen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, in Guangdong sei kürzlich nach einem Unfall die Schliessung mehrerer Bergwerke angeordnet worden. Ob das Werk Daxing dazu gehörte, vermeldete die Agentur nicht.

Am Morgen ereignete sich ein neues Grubenunglück in China. Eine Gasexplosion in einem Kohlebergwerk nahe der Stadt Liupanshui in der Südprovinz Guizhou tötete einen Bergmann und verschüttete 12 weitere, wie die Nachrichtenagentur China News Service berichtete.

Erstes Halbjahr 2005: 2700 Tote

Chinesische Bergwerke zählen zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen der Welt. Bei Grubenunglücken kamen in der Volksrepublik im ersten Halbjahr 2005 bereits etwa 2700 Arbeiter ums Leben.

In keinem anderen Land sterben so viele Bergarbeiter wie in der Volksrepublik. Amtlichen Angaben zufolge kommen jedes Jahr durchschnittlich 7000 Bergleute in China um. Nach Berechnungen von Menschenrechtlern dürfte die tatsächliche Zahl bei 20 000 Toten im Jahr liegen.

(fest/sda)

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