Kaum noch Hoffnung für die zwölf verschütteten Arbeiter
publiziert: Dienstag, 10. Jun 2008 / 16:03 Uhr

Donezk - Die Hoffnung auf ein Überleben von zwölf verschütteten Bergleuten im Osten der Ukraine ist dramatisch gesunken. «Die Chancen sind winzig, aber die Hoffnung bleibt», sagte der stellvertretende Premier Turtschinow.

Das Bergwerk ist eines der ältesten des Landes. (Symbolbild)
Das Bergwerk ist eines der ältesten des Landes. (Symbolbild)
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Die Retter wüssten, wo die Arbeiter sich zum Zeitpunkt der schweren Schlagwetterexplosion am Sonntagmorgen aufgehalten hätten und sähen daher wenig Anlass zu Optimismus. Am Montag waren 24 Arbeiter aus den Tiefen der Grube lebend geborgen worden, auch ein Toter wurde gefunden.

Laut Angaben Turtschinows ereignete sich die Explosion nicht - wie zunächst angenommen - in tausend Metern Tiefe, sondern bei etwa 500 Metern. Zu diesem Zeitpunkt seien neun Arbeiter im Lift zweihundert Meter unter der Erdoberfläche gewesen.

Aufzug bis auf tausend Meter abgestürzt

Der Aufzug sei durch die Detonation bis auf tausend Meter Tiefe abgestürzt. Die Insassen und drei weitere Arbeiter seien vermutlich verschüttet worden. Das Ministerium für Notfallsituationen teilte mit, die Suche nach den zwölf Vermissten werde fortgesetzt.

Das Karl-Marx-Bergwerk in Jenakijewo rund 60 Kilometer östlich der Regionalhauptstadt Donezk im Osten des Landes besteht seit 1858 und ist damit eines der ältesten des Landes.

Eine Sprecherin von Präsident Juschtschenko hatte am Montag die Regierung scharf kritisiert. Die Haltung der Behörden sei «unverantwortlich». «Die Situation der Kohleindustrie verschlechtert sich weiter und der Beruf des Bergmannes wird äusserst gefährlich», sagte die Sprecherin. Nach der Explosion zirkulierten Berichte, wonach die Mine trotz einer Schliessungsanordnung weiter in Betrieb war.

(tri/sda)

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