Kehrseite der Smartphones
publiziert: Dienstag, 3. Aug 2004 / 08:59 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Aug 2004 / 12:14 Uhr

Bern - Dank neuer Mobilfunktechniken haben Mitarbeiter immer und überall Zugriff auf Unternehmensdaten und E-Mails. Die Arbeit dehnt sich über die Bürozeit hinaus. "Immer online" heisst auch: "Immer verfügbar".

Smartphones vom Typ Blackberry.
Smartphones vom Typ Blackberry.
Paul Gründler bearbeitet seine E-Mails: Er überprüft seine Firmenmailbox, beantwortet einige dringende Anfragen und ruft zwei Kontakte zurück.

Obwohl Gründler arbeitet wie an seinem Arbeitsplatz, ist er weit entfernt davon - ohne Notebook: Er sitzt auf der Terrasse eines Ausflugsrestaurants.

Gründler nutzt ein Smartphone von Typ Blackberry. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das Firmenkunden ermöglicht, über die Mobilfunktechnik GPRS kostengünstig ständig online und in Verbindung mit dem Firmenserver zu sein. Die Verbindung ist verschlüsselt und sicher.

Immer und überall online

Das Besondere an der Technik: Benutzer der Smartphones müssen sich nicht erst umständlich per Mobiltelefon in ihren Mailserver einwählen, um dann minutenlang auf das Eintreffen der Mails zu warten.

Neu eingetroffene Nachrichten werden automatisch in kleinen Häppchen über das Netzwerk übermittelt. Der Besitzer ist immer online.

Möglich macht das die Mobilfunktechnik GPRS. Die Abkürzung bezeichnet eine Technik, die es erlaubt, über das GSM-Mobilfunknetz wie über das Internet Daten in Datenpaketen zu verschicken.

Die Geräte ermöglichen damit den so genannten "Corporate Office Access", also den mobilen Zugriff auf die zentralen Daten im Büro.

So lassen sich unterwegs auch Geschäftsanwendungen nutzen. Das Ziel jeder Informatik ist erreicht: Daten werden da erfasst, wo sie entstehen und da abgerufen, wo sie gebraucht werden.

Neue Dimension

Künftig werden die Smartphones dank der schnellen UMTS-Technik E-Mails und Aufgaben noch schneller abrufen können.

Sie machen damit ganz ohne Drähte eine neuartige Form der Telearbeit möglich: Absolut ortsunabhängiges Arbeiten. Experten sehen darin neue Möglichkeiten etwa für berufstätige Mütter oder für Teilzeitmitarbeiter.

Die Kehrseite für die Benutzer nimmt die Werbung erstaunlich freimütig vorweg: "Die 156 Stunden Woche kommt", bewirbt Blackberry ihr Smartphone. Denn wer immer erreichbar ist, ist für viele Firmen auch immer verfügbar.

Paul Gründler ist das egal: Er findet die Terrasse des Ausflugsrestaurants als Arbeitsort wesentlich angenehmer als das Büro mit Nadelfilz und Klimaanlage. Dass er diese Annehmlichkeit mit Telepräsenz am Wochenende bezahlt, nimmt er hin.

(Von Matthias Zehnder/news.ch mit Agenturen)

 
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