Kein Ausgang mehr für unter 15-Jährige nach 23 Uhr
publiziert: Dienstag, 15. Apr 2008 / 19:47 Uhr

Zurzach - Im aargauischen Bezirk Zurzach dürfen sich Jugendliche unter 15 Jahren in der Nacht nicht mehr im öffentlichen Raum aufhalten. Die Behören wollen damit ein Zeichen gegen Randaliererei und Vandalismus setzen.

In Zurzach dürfen sich Jugendliche unter 15 Jahren in der Nacht nicht mehr im öffentlichen Raum aufhalten.
In Zurzach dürfen sich Jugendliche unter 15 Jahren in der Nacht nicht mehr im öffentlichen Raum aufhalten.
2 Meldungen im Zusammenhang
Gemäss dem neuen Polizeireglement dürfen sich Jugendliche bis zum vollendeten 15. Altersjahr ohne Begleitung der Eltern nach 23 Uhr nicht mehr auf öffentlichen Strassen und Plätzen aufhalten. In Kraft getreten ist das neue Reglement am 1. April.

Das Problem mit Vandalismus und Littering sei in den letzten Jahren grösser geworden, sagte der Klinnauer Gemeindeammann Peter Bühlmann im DRS-Regionaljournal Aargau-Solothurn. Nun wolle man die Eltern stärker in Pflicht nehmen.

«Allzu eng auslegen» wollen die Gemeinden das Ausgehverbot für Jugendliche indessen nicht. Viele Jugendliche seien in Vereinen engagiert und da könne es am Abend schnell einmal etwas später werden, stellte der Präsident des Führungsausschusses der Regionalpolizei Zurzach fest.

Nach Bühlmann ist es auch nicht sicher, ob mit dem Ausgehverbot die gesetzlichen Grundlagen in allen Teilen erfüllt sind. Das Reglement könne noch angefochten werden, räumte er ein. Dieses wurde von den Behörden der 24 Gemeinden beschlossen. Die Einwohnerinnen und Einwohner konnten dazu nicht Stellung nehmen.

(smw/sda)

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Kein Ausgang für unter 15-Jährige
Endlich einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Ich finde es wichtig, dass Kindern und Jugendlichen Grenzen gesetzt werden.
Ich würde noch weiter gehen als der Gemeindarat von Zurzach: Kinder bis und mit dreizehn Jahren gehören um 21 Uhr unter Mutters Fittiche. Pro Altersjahr dürfen sie jeweils eine Stunde länger draussen bleiben.
Wenn Kinder in Vereinen mitmachen und es abends später werden sollte, dann wird sich doch wohl eine erwachsene Person finden, die das Kind abholt oder nach Hause bringt. Jugendlichen Mitgliedern eines Vereins könnten ausserdem Ausweise mit Bild abgegeben werden, die sie auf dem Nachhauseweg auf sich tragen müssten um sich jederzeit ausweisen zu können.

Der Gemeinderat müsste gerade in der ersten Zeit nach der Einführung strenge Kontrollen durchfühen und auch Konsequenzen androhen können. Lockerlassen kann man immer noch, aber die Zügel anziehen ist immer schwieriger.

Ich bin Mutter von sechs erwachsenen Kindern und Lehrerin von Teenagern.
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