Kein Doppel-WK im Ausland
publiziert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 15:58 Uhr

Bern - Milizsoldaten werden nicht zu Doppel-WK im Ausland verpflichtet. Das Verteidigungsdepartement (VBS) hat nach negativer Vernehmlassung auf diesen Vorschlag verzichtet. Die Botschaft zur Revision des Militärgesetzes wird auf Herbst verschoben.

Die Wirtschaft könne sechswöchige Absenzen der Milizsoldaten nicht verkraften.
Die Wirtschaft könne sechswöchige Absenzen der Milizsoldaten nicht verkraften.
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Nach den Plänen des VBS sollten Panzertruppen, Artillerie sowie Flieger- und Fliegerabwehrtruppen künftig Wiederholungskurse (WK) auch im Ausland leisten. Diese Kurse hätten bis zu sechs Wochen dauern sollen, weil ein normaler dreiwöchiger WK für anspruchsvolle Truppenübungen im Gefecht zu kurz sei.

In der Vernehmlassung wurde dieser Vorschlag zerzaust. WK im Ausland wurden zwar grundsätzlich begrüsst. Doch sollten sie auf drei Wochen für die Truppe und vier Wochen für die Kader beschränkt bleiben. Die Wirtschaft könne sechswöchige Absenzen der Milizsoldaten nicht verkraften.

Das VBS will nach den negativen Stellungnahmen auch davon absehen, die Kompetenzen des Bundesrates für Einsätze im Friedensförderungs- und Assistenzdienst zu verstärken. Das VBS wollte die Zahl der Armeeanhörigen, die vom Parlament genehmigt werden muss, auf 4000 verdoppeln.

Wie das VBS weiter mitteilte, hält es am Ausbildungsobligatorium im Ausland für die Miliz in Ausnahmefällen fest. Die Pflicht für das Berufspersonal, Auslandeinsätze zu leisten, bleibt bestehen. Durchdiener, die ihre Dienstpflicht am Stück leisten, sollen im Ausland eingesetzt werden können.

(bert/sda)

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