Kein Ergebnis im zweiten Wahlgang
publiziert: Dienstag, 9. Mai 2006 / 17:51 Uhr

Rom - Bei der Wahl des neuen italienischen Staatspräsidenten ist es in Rom auch im zweiten Durchgang zu keinem Ergebnis gekommen.

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Kein Kandidat erhielt die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit von 673 Stimmen. Die Parlamentarier der Mitte-Links-Allianz um Wahlsieger Romano Prodi gaben wie erwartet leere Wahlzettel ab, um ihren Kandidaten, den Ex-Präsidenten der Abgeordnetenkammer Giorgio Napolitano, mit einer Niederlage nicht zu belasten. Auch der Mitte-Rechts-Block um den zurückgetretenen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gab leere Stimmzettel ab.

D'Alema und Bossi mit den meisten Stimmen

Die meisten Stimmen erhielten der Präsident der Linksdemokraten, Massimo D´Alema, und der Chef der Lega Nord, Umberto Bossi. Keiner hat jedoch Chancen, zum neuen Staatschef aufzurücken.

Die beiden politischen Blöcke hatten sich im Vorfeld nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen können. Der dritte Wahlgang, bei dem ebenfalls eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Wahl eines Kandidaten notwendig ist, ist für 17 Uhr geplant.

Vierter Wahlgang entscheidend

Erst beim vierten Wahlgang vom Mittwoch, bei dem die absolute Mehrheit der Stimmen genügt, hat Prodis Block Hoffnungen, seinen Kandidaten Napolitano durchzusetzen.

Die Präsidentschaftswahlen haben sich auch schon in der Vergangenheit in die Länge gezogen. Während Ciampi 1999 in nur einem Tag gewählt wurde, dauerte 1992 die Wahl seines Vorgängers Oscar Luigi Scalfaro 13 Tage.

(fest/sda)

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