Kein Exploit der Schweizer Nati
publiziert: Donnerstag, 13. Okt 2005 / 18:46 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Okt 2005 / 19:07 Uhr

In den Kommentaren der Schweizer Medien zum Spiel der Nationalmannschaft gegen Irland wurde oft bemängelt, dass dem starken Schweizer Team bislang noch kein Exploit gelungen ist.

Tages-Anzeiger: «Kein Grund zur Klage.»
Tages-Anzeiger: «Kein Grund zur Klage.»
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Blick: «Schade! Alex löste Frei-Karte an die WM nicht». Im gleichen Atemzug macht das Boulevard-Blatt den Spielern aber Mut:«Kopf hoch, Jungs! Das WM-Ticket als Geburtstags-Geschenk könnt ihr eurem Trainer auch Mitte November noch übergeben.»

Tages-Anzeiger (mit Blick auf die gesamte Qualifikations-Phase im Frontseiten-Kommentar): «Und auch wenn die Hoffnung zuletzt gross war, (...) so besteht kein Grund zur Klage. Was es Mitte November innerhalb von vier Tagen braucht, ist ein Exploit, einen oder wahrscheinlich zwei Auftritte, die nicht nur gut und hoffnungsvoll, sondern herausragend sind. Diese haben bisher gefehlt. Die Schweizer (...) haben je zweimal nicht gegen Irland, Frankreich und Israel gewinnen können. Und gestern hat auch noch der Mann, dem sie so viel verdanken, der fast schon zum Garant für Tore wurde, versagt: Dreimal stand Alex Frei dem 1:0 nahe...»

NZZ (unter dem Titel «Der richtige Weg»): «Aber nachdem feststeht, dass die Schweizer Fussballer in der Barrage nochmals zwei entscheidende Partien vor sich haben, gilt das Fazit: Das ist viel mehr, als man nach der Auslosung der Gruppe zur prophezeien gewagt hatte. Deshalb ist die Zwischenetappe ein Erfolg. Die Kurve zeigt aufwärts.»

Basler Zeitung: «Ein dramatischer Fussball-Abend endete gestern mit der zweitbesten Lösung für die Schweizer Nationalmannschaft. (...) Der Weg in die Barrage ist nach dem hervorragenden 1:1 gegen Frankreich vom letzten Samstag doch eine leise Enttäuschung aus Schweizer Sicht, denn selten zuvor hatten die Spieler derart viel Selbstvertrauen in die eigene Stärke demonstriert. (...) Doch die Schweizer Fussballer schafften es auch gestern nicht, gegen einen Mitkonkurrenten einen ´big point´ zu landen.»

Berner Zeitung (Front-Kommentar unter dem Titel «Verpasste Chance»): «Auf dem Papier ist das in der ausgeglichenen Gruppe mit dem grossen Favoriten Frankreich sowie Irland und Israel ein gutes Resultat. Doch die Schweiz hat eine grosse Chance verpasst. (...) In den Heimspielen gegen Israel und Irland agierte das Team von Trainer Köbi Kunhn zu passiv und verschenkte deshalb vier wertvolle Punkte. In dieser verrückten Gruppe mit den vielen Unentschieden hat die Schweiz keinen einzigen Sieg gegen einen der direkten Konkurrenten erreicht. Das reicht nicht, um sich eine WM-Qualifikation zu verdienen.»

Mittelland Zeitung (Kommentar «Die Hoffnung lebt weiter»): «Aber ist die Verbannung in die Barrage ein unverdientes Verdikt? Jein. (...) Aber wichtig ist: die Hoffnung lebt weiter, die WM-Qualifikation doch noch zu schaffen. (...) So bizarr es auch klingen mag. Zwei weitere Unentschieden könnten genügen -- zu Hause 0:0, auswärts 1:1 -- und die Schweiz wäre, ohne einen Sieg über einen »Grossen« erreicht zu haben, bei der WM.»

Zürichsee-Zeitung: «Unter dem Nati-Trainer ist eine Elf zusammengewachsen, die diesen Namen auch verdient. Und die jetzt die nächste Möglichkeit einfach packen muss.»

Luzerner Zeitung (im Front-Kommentar «Ohne Exploit kein WM-Platz»): «Gewiss, die Enttäuschung, in Dublin nicht alles gereglet zu haben, ist vorhanden. Und auf der Suche nach den Gründen für die liegen gelassenen Punkte stösst man bald einmal auf Zuberbühler, der als Torhüter (zu) fehlerhaft war. Und die Mannschaft muss sich wohl vorwerfen, gerade im Heimspiel gegen Israel zuwenig für den Sieg getan zu haben. Aber sie hat sich mit insgesamt positiven Auftritten in eine Position gebracht, in der sie immer noch hoffen darf. (...) Und doch ist es ihr nicht gelungen, den oft zitierten Exploit zu vollbringen -- ein Erfolg gegen einen Direktkonkurrenten. Genau das ist nun in der Barrage nötig. Denn: Ohne Exploit verdient sich kein Team einen WM-Platz.»

(bert/Si)

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