Kein Exploit für Schweizer Frauen-Nati
publiziert: Sonntag, 14. Feb 2010 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 14. Feb 2010 / 09:13 Uhr

Die Schweizer Eishockeyanerinnen müssen schon nach dem Olympia-Startspiel die leisen Medaillenträume begraben. Das Team von René Kammerer unterlag den Schwedinnen mit 0:3.

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Die Schweizerinnen hielten das Geschehen lange offen, trotz eines Schussverhältnisses von 22:9 nach zwei Abschnitten für die «Tre Kronor» waren sie in der sehr gut gefüllten «UBC Thunderbird Arena» nicht weit von einem Exploit entfernt, auch dank der wie gewohnt viel Ruhe ausstrahlenden Torfrau Florence Schelling.

Individuelle Fehler verhinderten einen (Teil-)Erfolg aber. Beim schwedischen Führungstreffer vergass der erste Schweizer Block Stürmerin Danijela Rundqvist, und die Klubkollegin von Kathrin Lehmann bei AIK Solna liess sich nicht zweimal bitten (13.). Der zweite Torerfolg durch Tina Enström (32.) wurde dadurch erleichtert, dass die Schweizer Formation viel zu lange auf dem Eis stand.

Schlechte Auswertung der Chancen

Mehr möglich gewesen wäre für die Schweizerinnen, die auch nach dem 0:3 erstaunlicherweise konsequent mit drei Linien spielten, wenn sie ihre wenigen erstklassigen Chancen genutzt hätten. Darcia Leimgruber verpasste solo bei Vier gegen Vier den Führungstreffer (10.) und zu Beginn des Mitteldrittels hatten Sara Benz und wiederum Leimgruber mit Ablenkern Pech (22./24.).

Pech kam dann auch noch dazu, als der Ehrentreffer von Claudia Riechsteiner nicht anerkannt wurde, weil die amerikanische Schiedsrichterin zu früh abpfiff.

Generell brachten die Aussenseiterinnen einfach zu wenige Pucks auf das Gehäuse von Kim Martin und hatten vor allem von den Abwehrspielerinnen zu wenig offensiven Support. Aktivposten waren nebst Schelling vor allem die wirbligen Nicole Bullo, Sara Benz und Melanie Häfliger.

Im nächsten Vorrundenspiel dürften die Kräfteverhältnisse noch deutlich einseitiger ausfallen. Die Schweizerinnen treffen am Montag auf Gastgeber Kanada, den hohen Turnierfavoriten, ehe es am Mittwoch gegen die Slowakei vor allem darum geht, sich in eine gute Ausgangslage für die Platzierungsspiele zu bringen.

Schweden - Schweiz 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
- UBC Thunderbird Arena. - 5222 Zuschauer. - SR Wrazidlo (USA), Nakayama/Rolstad (Jap/USA). - Tore: 13. Rundqvist (Svedin Thunström, Johansson) 1:0. 32. Enström (Ostberg, Myren) 2:0. 42. Uden Johansson (Nevalainen) 3:0. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Schweden, 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Schweiz: Schelling; Meier, Laura Benz; Julia Marty, Thalmann; Frautschi, Nussbaum; Leimgruber, Stefanie Marty, Lehmann; Sara Benz, Bullo, Häfliger; Nabholz, Stiefel, Riechsteiner.

Bemerkungen: Schweiz ohne Slongo (Ersatztorhüterin), Michielin, Wyss, Zollinger (alle nicht eingesetzt) und Anthamatten (überzählig). 16. Pfostenschuss Jordansson.

Vorrunde Frauen, Gruppe A: Schweden - Schweiz 3:0 (1:0, 1:0, 1:0). Kanada - Slowakei 18:0 (7:0, 6:0, 5:0). - Rangliste (je 1 Spiel): 1. Kanada 3 (18:0). 2. Schweden 3 (3:0). 3. Schweiz 0 (0:3). 4. Slowakei 0 (0:18).

(Marco Keller, Vancouver/Si)

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