Nach Krawallen
Kein Geld mehr für Berner Kulturzentrum
publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 17:15 Uhr
Da es immer wieder zu Ausschreitungen kommt, will Bern kein Geld mehr an die Reitschule abgeben.
Da es immer wieder zu Ausschreitungen kommt, will Bern kein Geld mehr an die Reitschule abgeben.

Bern - Nach den jüngsten Ausschreitungen im Umfeld der Berner Reitschule hat die Berner Stadtregierung Sanktionen gegen das Kulturzentrum beschlossen. So müssen die Reitschulbetreiber die Miete und die Nebenkosten vorläufig selber bezahlen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Weiter will der Gemeinderat den von ihm bereits verabschiedeten Leistungsvertrag 2016-2019 nochmals überprüfen, bevor er diesen dem Stadtparlament vorlegt. Nachbessern will die Stadtregierung auch das vom Regierungsstatthalter genehmigte Sicherheitskonzept.

Die Vorfälle vom Wochenende zeigten, dass dieses nur ungenügend greife, teilte der Gemeinderat am Donnerstag mit. In der Nacht auf Sonntag hatten Unbekannte vor der Reitschule Barrikaden errichtet. Die anrückenden Polizisten und Feuerwehrleute wurden mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen - zum Teil vom Dach der Reitschule aus.

Dass Unbefugte überhaupt aufs Dach gelangen, will der Gemeinderat mit weiteren baulichen Massnahmen verhindern. Generell zeige sich der Gemeinderat «schockiert» über das Ausmass und die Gewaltbereitschaft der Täter.

Der Umstand, dass es den Vermummten gelungen sei, eine grössere Menge Steine und Feuerwerkskörper auf dem Dach der Reitschule zu deponieren, zeuge von grosser krimineller Energie der Täter einerseits und dem Versagen des Sicherheitskonzeptes der Reitschule andererseits.

Sicherheitskonzept publiziert

Das Sicherheitskonzept ist Bestandteil des Leistungsvertrages mit der Stadt. Regierungsstatthalter Christoph Lerch, der das Konzept genehmigt hatte, veröffentlichte das Dokument am Donnerstag, «um volle Transparenz zu schaffen» und die Diskussion zu versachlichen.

Bürgerliche Politiker hatten in den letzten Tagen eine Veröffentlichung des Konzeptes verlangt, was Lerch zunächst ablehnte. Für Diskussionen sorgte im Vorfeld der Umstand, dass auch vorbestrafte Personen beim Sicherheitsdienst der Reitschule arbeiten dürfen.

Konkret hält das Konzept dazu fest, dass Security-Mitarbeiter über keine Vorstrafen von Offizialdelikten, «welche für die Tätigkeit relevant sind», verfügen dürfen. Auch dürfen keine wiederholten Verurteilungen für Antragsdelikte vorliegen, die für die Tätigkeit relevant sind.

(pep/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Viel zu reden hat an diesem ... mehr lesen
«NZZ am Sonntag»: Die Gebirgskantone wollen trotz prekärer Lage der Stromindustrie nicht auf den Wasserzins verzichten, den die Wasserkraftbetreiber bezahlen müssen.
Die Reitschule ist der Jungen SVP des Kanton Berns ein Dorn im Auge.
Bern - Die Betreiber des Berner Kulturzentrums Reitschule haben sich von der Gewalt gegen Polizisten distanziert. Gleichzeitig kritisierten sie die Medien und machten ... mehr lesen 1
Bern - «Es ging den Vermummten ... mehr lesen 1
Die Vermummten lockten die Polizei in einen Hinterhalt. (Symbolbild)
Bei einer Demonstration in Bern wurden elf Polizisten verletzt.
Bern - In der Nacht auf Sonntag ist ... mehr lesen 2
Weitere Artikel im Zusammenhang
Das Ereignis geschah während des «Antifa-Festival» im August 2007. (Archivbild)
Bellinzona - Rund acht Jahre nach dem gescheiterten Brandanschlag auf die Berner Reitschule beginnt am Mittwoch am Bundesstrafgericht in Bellinzona der Prozess gegen den mutmasslichen ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten ... mehr lesen
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 8°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich stark bewölkt, Regen
Basel 10°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 14°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
Bern 7°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen gewittrige Regengüsse
Luzern 6°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewittrige Regengüsse
Genf 7°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen gewittrige Regengüsse
Lugano 11°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten