Kein Lebenszeichen vom entführten Schweizer
publiziert: Dienstag, 14. Mrz 2006 / 20:03 Uhr

Gaza-Stadt/Jericho/Genf - Ein Westschweizer IKRK-Delegierter ist im südlichen Gazastreifen entführt worden. Dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) liegen keine Forderungen der Entführer vor.

Micheline Calmy-Rey zeigt sich beunruhigt über die Entwicklungen in Nahost.
Micheline Calmy-Rey zeigt sich beunruhigt über die Entwicklungen in Nahost.
2 Meldungen im Zusammenhang
Die Organisation fordert die sofortige, bedingungslose Freilassung des Delegierten.

«Wir wissen nicht, von wem unser Delegierter entführt wurde», sagte IKRK-Sprecherin Antonella Notari in Genf. Das IKRK stehe in Kontakt mit den verschiedenen Konfliktparteien vor Ort.

Das EDA schaltet sich ein

Auch das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) schaltete sich ein. Sie stünden in ständigem Kontakt mit dem IKRK und über den Schweizer Vertreter in Ramallah auch mit den palästinensischen Behörden, sagte EDA-Sprecher Lars Knuchel auf Anfrage.

Der IKRK-Delegierte sei um 13.30 Uhr Ortszeit (12.30 Uhr MEZ) von Bewaffneten aus dem Büro in Chan Junis verschleppt worden. In einem Telefonanruf an einen seiner palästinensischen Mitarbeiter habe der Schweizer am Nachmittag gemeldet, dass er bei guter Gesundheit sei, führte Notari aus.

Erster Einsatz des 28-Jährigen

Der entführte Schweizer ist seit Mai 2005 im Gazastreifen im Einsatz. Er leitet das Büro im südlichen Gazastreifen, in welchem noch fünf palästinensische Mitarbeiter tätig sind.

Die Entführung des Schweizers stand in einer Reihe von Verschleppungen von Ausländern aus Protests gegen die Erstürmung des Gefängnisses in Jericho durch die israelische Armee.

Calmy-Rey beunruhigt

Das EDA zeigte sich beunruhigt. Das Departement von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey missbilligte die Operation der israelischen Armee in einem Communiqué als Verstoss «gegen die Pflichten einer Besatzungsmacht und insbesondere gegen das Gebot der Verhältnismässigkeit».

Das Recht auf körperliche Integrität und rechtlichen Schutz der von der Aktion betroffenen Personen müsse lückenlos gewährleistet sein. Das EDA appellierte an alle Konfliktparteien, die Gewalt zu beenden und jede Handlung gegen das humanitäre Völkerrecht zu unterlassen.

(bsk/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Gaza-Stadt/Jericho/Genf - Der im ... mehr lesen
Der Schweizer ist seit Mai 2005 im Gazastreifen im Einsatz.
Gaza-Stadt - Die israelische Erstürmung des Gefängnisses in Jericho hat weitere palästinensische Gegenreaktionen nach sich gezogen. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten stimmten für die Ernennung und 43 dagegen. Lieberman und seine Partei fordern die Deportation aller Araber. mehr lesen  
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann ... mehr lesen   2
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Avigdor Lieberman ist ehemaliger Aussenminister.
Lieberman wird Verteidigungsminister  Tel Aviv - Die ultrarechte Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) hat sich der rechts-religiösen Regierung ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -1°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 1°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen 1°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Bern -2°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Luzern 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Genf 2°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 5°C 7°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten