Kein Lebenszeichen von entführten IKRK-Leuten
publiziert: Freitag, 16. Jan 2009 / 13:26 Uhr

Manila - Von den entführten Rotkreuz-Mitarbeitern auf den Philippinen fehlt jedes Lebenszeichen. Weder meldeten sich die Täter, noch ging eine Lösegeldforderung ein, sagte Reynaldo Guioguio, Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Manila.

Keine Nachricht, weder von den Entführern, noch von den Entführten.
Keine Nachricht, weder von den Entführern, noch von den Entführten.
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Die Armee äusserte unterdessen die Überzeugung, dass die muslimische Terrororganisation Abu Sayyaf hinter der Entführung stecke.

In der Gewalt der Täter befinden sich seit Donnerstag der 38-jährige Andreas Notter, der Schweizer Leiter des IKRK-Büros in Zamboanga City rund 875 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, der 62-jährige Italiener Eugenio Vagni (62) und eine einheimische Ingenieurin, die 44-jährige Mary Jean Lacaba.

Vermutlich nach Talipao verschleppt

Die drei wurden nach Informationen des Gouverneurs der Provinz Sulu in die Stadt Talipao verschleppt, eine Hochburg von Abu Sayyaf. Die Armee ist in den Ort vorgerückt.

Das Rotkreuzteam war am Donnerstag nach einer Gefängnisinspektion auf der Insel Jolo verschleppt worden. Die Gruppe war in einem gekennzeichneten Auto des Roten Kreuzes unterwegs.

Aus dem Wagen gezerrt

Bewaffnete versperrten dem Fahrzeug den Weg, zerrten zwei Kollegen aus dem Wagen und brausten dann mit den drei Geiseln davon. In der Region sind militante Separatisten aktiv, die für einen eigenen Staat für die Muslime im Süden der Philippinen kämpfen.

Abu Sayyaf hat schon öfter mit spektakulären Entführungen Millionenbeträge erpresst. Die Armee bietet Delegationen, die in die Region reisen, Militär-Eskorten an. Das IKRK habe dies aus Neutralitätsgründen aber abgelehnt, hiess es.

(tri/sda)

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