Kein Rekordversuch im «Böötle» auf der Reuss
publiziert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 17:38 Uhr
Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen machen dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung.
Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen machen dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung.

Zug - Der für Samstag, 4. August, geplante Weltrekordversuch «Reussböötle» ist aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Der Veranstalter, das Berner Unternehmen Gonnado, hat das Gesuch für das Massen-Gummibootfahren zwischen Hünenberg ZG und Obfelden ZH zurückgezogen.

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Eine Durchführung des Massenanlasses sei für die Behörden in den Kantonen Aargau, Zug und Zürich insbesondere wegen ungenügender Sicherheitsvorkehrungen sowie unzulässiger Belastung der Naturschutzgebiete nicht in Frage gekommen, teilte die Zuger Polizei am Dienstag mit.

Die Organisatoren des jungen Berner Unternehmens Gonnado reichten am Montag ein Gesuch für die Durchführung des Anlasses ein, wie ein Sprecher der Zuger Polizei auf Anfrage sagte. Nachdem man ihnen klargemacht habe, dass das «Reussböötle» nicht bewilligt werde, hätten die Veranstalter das Gesuch noch am selben Abend zurückgezogen.

Dieses sei zudem auch viel zu kurzfristig eingegangen, sagte der Sprecher weiter. Bei Veranstaltungen auf Fliessgewässern gelte im Kanton Zug normalerweise eine Vorlaufzeit von zwei Monaten.

«Aareböötle»: Keine Bewilligung nötig

Das «Reussböötle» hätte zeitgleich mit dem ebenfalls als Weltrekord geplanten «Aareböötle» stattfinden sollen. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft warnte am vergangenen Freitag, dass es an beiden Flüssen während der Massenevents zuwenig Rettungsschwimmer gebe.

Zudem könnten die Organisatoren an der Aare zwischen Kiesen BE und der Stadt Bern nur an 150 von bis zu 1500 erwarteten Teilnehmern eine Schwimmweste abgeben.

Anders als auf der Reuss ist der Event auf der Aare aber nicht bewilligungspflichtig. Eine sogenannt «nautische Bewilligung» wäre dann nötig, wenn die Schifffahrt durch den Anlasse gestört würde, sagte Beat Keller, Mediensprecher des Berner Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt auf Anfrage.

Auf dem besagten Abschnitt sei dies nicht der Fall. Auch Naturschutzgebiete seien kaum tangiert, da keine Zwischenhalte geplant sind. Insgesamt, so Keller, machten die Organisatoren einen seriösen Eindruck. Auch ein Sicherheitskonzept hätten sie vorgelegt.

Allerdings werde man wohl nicht darum herumkommen, im Winter an einem Runden Tisch mit Organisatoren und Behördenvertretern über die weitere Zukunft des Anlasses zu diskutieren. Dies gelte insbesondere für den Fall, dass Gonnado weitere Weltrekordversuche plane.

Das Jungunternehmen hatte bereits in den beiden Vorjahren Massen-Gummibootfahrten auf der Aare organisiert. Jene von 2011 bescherte den Teilnehmern einen Eintrag ins Guinness-Buch der Weltrekorde.

(fest/sda)

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