Kein Sieger im ersten Wahlgang
publiziert: Montag, 8. Mai 2006 / 20:48 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Mai 2006 / 21:14 Uhr

Rom - In Italien hat die Wahl eines Nachfolgers für den scheidenden Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi begonnen. Der erste Wahlgang brachte erwartungsgemäss keinen Sieger hervor, der zweite folgt morgen.

Gianni Letta, Kandidat der Mitte- rechts-Koalition, konnte sich nicht durchsetzen.
Gianni Letta, Kandidat der Mitte- rechts-Koalition, konnte sich nicht durchsetzen.
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369 Stimmen entfielen auf Gianni Letta, den Kandidaten der Mitte- rechts-Koalition des scheidenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Der 71-jährige Letta war der engste Mitarbeiter Berlusconis in der vergangenen Legislatur.

Das Mitte-links-Bündnis des künftigen Regierungschefs Romano Prodi hatte sich dagegen zuvor geeinigt, leere Stimmzettel abzugeben.

Damit wollten sie verhindern, dass ihr Kandidat Giorgio Napolitano - ein 80-jähriger Senator auf Lebenszeit - wie der Kandidat nur eines Lagers erscheint. 438 leere Stimmzettel wurden abgegeben. Insgesamt beteiligten sich 984 von 1009 Stimmberechtigten an der ersten Runde.

Entscheidung am Mittwoch

Wer neuer Staatspräsident wird, dürfte erst am Mittwoch feststehen, wenn im vierten Wahlgang die absolute Mehrheit ausreicht. In den ersten drei Wahlgängen ist jeweils eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig.

Die symbolische Stimmenthaltung im ersten Wahlgang sei ein «Signal der Öffnung» hin zum Rechtsbündnis, sagte Prodi. Die Linke wolle damit zeigen, dass sie weiterhin für einen Dialog mit der Rechten über einen Kompromisskandidaten für das höchste Staatsamt bereit ist.

Widerstand gegen D´Alema

Der ursprüngliche Kandidat des Prodi-Bündnisses, Massimo D´Alema von den Linksdemokraten, war im Mitte-Rechts-Lager auf starken Widerstand gestossen.

Der vergangene Woche zurückgetretene Ministerpräsident Berlusconi lehnte die Kandidatur Napolitanos ab. Dieser sei ein Ex-Kommunist und könne daher von der Mitte-Rechts-Allianz nicht gewählt werden.

Die Rechte hatte am Sonntag - neben Letta - gleich vier Politiker als mögliche Anwärter auf das Amt genannt: Den ehemaligen Wettbewerbskommissar der EU, Mario Monti, die früheren Ministerpräsidenten Giuliano Amato und Lamberto Dini sowie den gerade erst gewählten Senatspräsidenten Franco Marini.

(fest/sda)

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