Warnung für Padang auf Sumatra aufgehoben
Kein Tsunami nach Seebeben vor Indonesien
publiziert: Mittwoch, 2. Mrz 2016 / 15:47 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 2. Mrz 2016 / 21:49 Uhr
Vor der Insel Sumatra kam es zu einem schweren Seebeben. (Archivbild)
Vor der Insel Sumatra kam es zu einem schweren Seebeben. (Archivbild)

Jakarta - Nach dem starken Erdbeben vor der indonesischen Küste haben die Lokalbehörden in Padang auf Sumatra Tsunami-Entwarnung gegeben. Das Zentrum des Bebens lag 800 Kilometer westlich. Es hatte nach Messungen verschiedener Erdbebeninstitute eine Stärke von mindestens 7,7.

Für die Region sei die Tsunami-Warnung aufgehoben, sagte ein Beamter den Lokalmedien am Mittwoch. Von den nahe am Zentrum des Bebens liegenden Mentawai-Inseln wurden nach Angaben der Behörde für Katastrophenschutz - entgegen zuvor anders lautenden Berichten - weder Tsunami-Opfer noch Schäden gemeldet.

Die Mentawai-Inseln liegen rund 150 Kilometer vor der Küste. Westlich von Sumatra passierte am 26. Dezember 2004 auch das verheerende Beben mit der Stärke 9,1, das rund um den Indischen Ozean einen Tsunami auslöste. Mehr als 230'000 Menschen kamen damals ums Leben. Allein in Indonesien gab es etwa 170'000 Todesopfer, die meisten davon in der Provinz Aceh.

Panik und Flucht in höhere Lagen

Ein Augenzeuge in der Stadt Padang berichtete, dass sich die Einwohner in höher gelegene Gebiete geflüchtet hätten, nachdem die Tsunami-Warnung von den örtlichen Moscheen verbreitet worden sei. «Die Menschen hatten Panik und flohen zu Fuss oder auf ihren Motorrädern. Es gab Verkehrsstaus», sagte Muhammad Ridho.

Nach dem Beben mit einer Stärke von mindestens 7,7 war zunächst von einem Tsunami-Risiko für Teile von Sumatra, darunter Aceh, Bengkulu, Nordsumatra und Lampung sowie für die Menatawai-Inseln gewarnt worden. «Das Risiko ist sehr gering, aber die Bewohner in den Küstenregionen sollten derzeit noch nicht dorthin zurückkehren», sagte ein Sprecher der indonesischen Tsunami-Warnzentrums in Jakarta.

Das Beben habe in diesem Fall nur zu horizontalen und nicht zu vertikalen Verschiebungen des Meeresbodens geführt, sagte Rainer Kind vom Helmholtz-Zentrum der Nachrichtenagentur dpa. Dadurch bestehe nur ein geringes Tsunami-Risiko. Zu vertikalen Verschiebungen komme es, wenn sich Beben näher an der Küste ereigneten.

Zur Stärke des Bebens gab es zunächst unterschiedliche Angaben, es hatte mindestens eine Stärke von 7,7. Japanische Seismologen massen eine Stärke von 8,3. Das Zentrum des Bebens lag demnach etwa 800 Kilometer südwestlich von Padang in der geringen Tiefe von 10 Kilometern. Auch für die zu Australien gehörenden Cocos- und Weihnachtsinseln wurde eine Tsunami-Warnung ausgesprochen.

Keine Opfer oder Schäden

Die indonesischen Behörden meldeten keine Schäden von den Sumatra vorgelagerten Mentawai-Inseln. «Wir haben mit Beamten auf Mentawai gesprochen, und sie haben uns gesagt, es gebe weder Schäden noch Opfer», sagte der Chef der für die Region zuständigen Behörde für Katastrophenschutz dem Sender Elshinta. Im Oktober 2010 kamen nach einem Erdbeben und Tsunami vor den Mentawai-Inseln 500 Menschen ums Leben.

In Indonesien bebt häufig die Erde. Der südostasiatische Inselstaat liegt in einer seismologisch aktiven Zone, wo es immer wieder zu Erschütterungen und Vulkanausbrüchen kommt.

(bert/sda)

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