Kein rechtliches Nachspiel am Lauberhorn
publiziert: Donnerstag, 1. Feb 2007 / 20:08 Uhr

Wengen - Der Einsatz von Chemikalien auf der Piste des Lauberhornrennens hat kein juristisches Nachspiel. Die Umweltverbände Pro Natura und Stiftung Landschaftsschutz Schweiz verzichten auf eine Anzeige.

Immer unbedarfter würden laut Umweltverbänden chemische Mittel zur Pistenpräparation eingesetzt.
Immer unbedarfter würden laut Umweltverbänden chemische Mittel zur Pistenpräparation eingesetzt.
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Wichtiger als Verurteilungen und Bussen gegen die Veranstalter der Skirennen oder gegen die Behörden seien klare rechtliche Verhältnisse.

Und diese gelte es nun bis zur kommenden Wintersaison zu schaffen, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Umweltorganisationen.

Die Verantwortlichen des internationalen Skiverbandes und die Rennveranstalter müssten ausserdem auf einen künftigen Handlungskodex verpflichtet werden.

Bedenkliche Gesetzeslücken

In einem Brief an das Bundesamt für Umwelt und an den Regierungsrat des Kantons Bern fordern Pro Natura und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, eine rasche Schliessung der bestehenden Gesetzeslücken. Das bestehende rechtliche Vakuum sei «gelinde gesagt stossend und rechtsstaatlich bedenklich», heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Fall Lauberhorn sei bedenklich und müsse lückenlos aufgeklärt werden. Um Sportveranstaltungen trotz Schneemangels durchzuführen würden immer unbedarfter chemische Mittel zur Pistenpräparation eingesetzt. Bedenklich daran sei insbesondere auch die Signalwirkung für den Wintertourismus als Ganzes.

Untersuchung der Auswirkungen

Um die Pisten für die internationalen Lauberhornrennen trotz warmer Temperaturen in Stand zu halten, setzten die Rennverantwortlichen rund 1,4 Tonnen Kunstdünger ein. Dieser hat eine schneehärtende Wirkung.

Nachdem der Chemikalieneinsatz publik geworden war, schaltete sich das Bundesamt für Umwelt ein. Die Rennverantwortlichen beauftragten daraufhin selber ein unabhängiges Umweltbüro mit einer Untersuchung.

Auf nationaler Ebene hat das Bundesamt für Umwelt die Problematik aufgegriffen und will nun untersuchen, in welchem Umfang Schneehärter eingesetzt werden, welche Auswirkungen dieser Chemikalieneinsatz hat und wie er allenfalls reglementiert werden müsste. Von Anzeigen sahen die Behörden ab.

(bert/sda)

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