Kein russisches Gas mehr für Ukraine - EU soll vermitteln
publiziert: Donnerstag, 1. Jan 2009 / 09:02 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 1. Jan 2009 / 17:41 Uhr

Moskau - Russland hat im Gasstreit mit der Ukraine seine Drohungen wahr gemacht und die Lieferungen an das Nachbarland zu Jahresbeginn eingestellt. Die Versorgung sei mit Auslaufen des alten Vertrags am Neujahrstag eingestellt worden.

Die Versorgung an die Ukraine mit Gas sei drastisch reduziert worden.
Die Versorgung an die Ukraine mit Gas sei drastisch reduziert worden.
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Westeuropa, das einen grossen Teil seines Gasbedarfs über ukrainische Leitungen aus Russland bezieht, werde dies nicht betreffen, versicherte die russische staatliche Gazprom.

«Wir werden Europa weiterhin voll beliefern», versicherte der Konzern. Auch die Ukraine sagte die Durchleitung des Gases weiter zu. Zugleich bat sie aber die EU um Vermittlung im Streit.

Das russische Staatsfernsehen berichtete in einer Live-Schaltung von einer Pumpstation an der Grenze zur Ukraine. Dort sei man von der Gazprom-Zentrale in Moskau angewiesen worden, kein Gas mehr durchzuleiten.

«Keine Einigung erzielt»

Gazprom-Chef Alexej Miller hatte zuvor in Moskau gesagt, beide Seiten hätten sich nicht über die Rückzahlung ukrainischer Schulden und Details eines neuen Liefervertrages einigen können.

Die Ukraine erklärte, man werde nun auf Reserven zurückgreifen, die für mehrere Wochen ausreichten. Zugleich zeigte sich das Land verhandlungsbereit und erhöhte sein Angebot für die Lieferungen. Präsident Viktor Juschtschenko sagte, er hoffe auf eine Lösung bis zum 7. Januar.

Ukraine lehnt Erhöhung ab

Im jüngsten Streit will Gazprom den Preis für die Ukraine von zuletzt etwa 180 Dollar (pro 1000 Kubikmeter) auf 250 Dollar erhöhen. Damit müsste die ehemalige Sowjetrepublik für das russische Gas immer noch nur etwa halb soviel zahlen wie andere europäische Kunden.

Trotzdem lehnt die Ukraine eine solche Erhöhung ab. Neben dem Gaspreis streiten beide Seiten auch über die Gebühren, die Russland an die Ukraine für die Durchleitung des Brennstoffs nach Westeuropa zahlt.

Die EU rief beide Seiten zu raschen Verhandlungen auf. Auch die USA riefen Russland und die Ukraine auf, ihren Gasstreit zu beenden und wieder Verhandlungen aufzunehmen.

(tri/sda)

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