Neue Studie
Keine Abkehr von fossiler Energie bis 2050
publiziert: Montag, 14. Okt 2013 / 13:08 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Okt 2013 / 13:36 Uhr
Fossile Energiequellen werden auch 2050 den Löwenanteil des weltweiten Energiemixes ausmachen.
Fossile Energiequellen werden auch 2050 den Löwenanteil des weltweiten Energiemixes ausmachen.

Daegu/Villigen AG - Fossile Energiequellen werden auch 2050 den Löwenanteil des weltweiten Energiemixes ausmachen - trotz Anstrengungen, den Klimagasausstoss zu senken. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Weltklimarats (WEC) und des Paul-Scherrer-Instituts in Villigen AG.

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Die nächste Generation wird je nach Szenario zwischen 30 bis 60 Prozent mehr Energie erzeugen und verbrauchen, heisst es im Bericht, der am Montag am World Energy Congress in Daegu (Südkorea) präsentiert wurde. Die grösste Herausforderung werde es sein, sowohl genügend, günstige wie auch nachhaltige Energie zu erzeugen.

«Es ist eine Zeit der noch nie dagewesenen Unsicherheit im Energiesektor», heisst es im Bericht. Für die Studie haben die Autoren zwei Szenarien durchgerechnet. Das eine setzt auf Marktwirtschaft, um günstigen Strom für alle zu produzieren, das andere reguliert den Markt stärker, um internationale Umweltziele zu erreichen.

Fossile Energien

Das Fazit: In beiden Szenarien wird die Energie zum grössten Teil aus fossilen Quellen - vor allem Kohle und Gas - stammen: Im preisbewussten Szenario zu 77 Prozent und im umweltbewussten Szenario zu 59 Prozent. Erneuerbare Energien sollen bis 2050 je nach Szenario 20 bis 30 Prozent Anteil erreichen, beim Strom 30 bis 50 Prozent.

Die beiden Szenarien wirken sich unterschiedlich auf das Wirtschaftswachstum aus: Während im preisbewussten Szenario das Bruttosozialprodukt dank dem globalen Energiemarkt stärker wächst, sinken im umweltbewussten Szenario die Wachstumsraten. Dies liege daran, dass in diesem die Umweltkosten durch die Energieproduktion effektiv bezahlt werden.

Klimaschutz mit Atomkraft

Im marktwirtschaftlichen Szenario ist es unwahrscheinlich, dass das globale Ziel einer Erwärmung von maximal 2 Grad am Ende dieses Jahrhunderts erreicht wird. Die Emissionen würden bis 2050 im Vergleich zu heute um 50 Prozent ansteigen. Mit der Klimaschutzpolitik im anderen Szenario lasse sich das 2-Grad-Ziel eher erreichen.

In diesem erhalten erneuerbare Energien, Wasserkraft, aber auch Kernenergie staatliche Förderung. Das Kohlendioxid der zahlreichen fossilen Kraftwerke wird in diesem Szenario mit technologischen Mitteln entsorgt: Das Klimagas wird zum Beispiel in leergepumpten Öllagern eingelagert.

Der Bericht zeigt auch positive Trends auf: In beiden Szenarien wird mit Energie sparsamer umgegangen, die Energieeffizienz steigt. Die Wertschöpfung, die mit der gleichen Energiemenge erzielt werden kann, verdoppelt sich in beiden Szenarien.

(ig/sda)

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Bis 2050
...fliesst noch manches Wasser den Rhein ab und was heute hier geschrieben wird, ist schon nächstes Jahr Makulatur, wie für jeden empirisch leicht zu ermitteln ist.

Bis 2050 sind auch bornierte IPCC-Professoren, die sich als Wissenschafter ausgeben, aber nicht die einfachsten Fragen zu beantworten in der Lage waren, zum Glück endlich tot. Wer weiss, vielleicht ist der Ausdruck "Professor" bis dahin endgültig zum Schimpfwort verkommen, was dann vielleicht nicht ganz ohne Grund so stattgefunden hat.

Wie der IPCC (oder heisst es "das"?) von 90% Sicherheit auf 95% gekommen ist, das bleibt das "wissenschaftliche" Geheimnis dieses Dödelvereins, der glaubt, Wissenschaft sei etwas für Geheimräte.
Immerhin sind wir alle bis dahin sicher, dass die Welt nicht untergegangen ist, aber der IPCC schon. Und zwar zu 100%!

Weltklimarat.... ehihi! Vielleicht mit weissen Bärten beim Misteln schneiden.
.
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