Keine Anklage in britischer Parteispendenaffäre

publiziert: Freitag, 20. Jul 2007 / 19:41 Uhr

London - Nach 16 Monaten sind die Ermittlungen in der britischen Parteispenden-Affäre ohne Anklage zu Ende gegangen. Auf Grundlage der vorliegenden Beweise könne kein Schuldspruch erreicht werden, sagte Oberstaatsanwältin Carmen Dowd.

Unter den 136 Befragten war auch Tony Blair.
Unter den 136 Befragten war auch Tony Blair.
Die Entscheidung gilt als Sieg für die Labour-Partei und ihren neuen Parteichef und Premierminister Gordon Brown.

Unter den 136 Befragten war auch sein Vorgänger Tony Blair. «Die Betroffenen haben eine schreckliche, sogar traumatische Zeit hinter sich», erklärte der ehemalige Regierungschef. Es sei aber richtig gewesen, dass die Polizei so gründlich ermittelt habe. Blair selbst war dreimal als Zeuge befragt worden.

Die Polizei hatte die Untersuchung eingeleitet, nachdem die oppositionelle Schottisch-Nationalistische Partei (SNP) Blair vorgeworfen hatte, er habe wohlhabende Unternehmer und Förderer seiner Labour-Partei für einen Sitz im Oberhaus vorgeschlagen.

(smw/sda)

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