Keine Annäherung zum Auftakt der Atomgespräche mit Nordkorea
publiziert: Mittwoch, 27. Aug 2003 / 17:06 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Aug 2003 / 18:24 Uhr

Peking - Die Sechser-Gespräche über eine Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms haben am ersten Tag keine Annäherung gebracht. Weder die USA noch Nordkorea machten Zugeständnisse.

Bisher keine Annäherung in Peking.
Bisher keine Annäherung in Peking.
Der nordkoreanische Vizeaussenminister Kim Yong Il betonte in Peking, sein Land verfüge über keine Nuklearwaffen, wie die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete. Er drohte zum Auftakt der dreitägigen Runde allerdings, im Fall eines Fehlschlags der Verhandlungen würde das Abschreckungspotenzial weiter ausgebaut.

Nordkorea machte das Schicksal der Gespräche von den USA abhängig, die ihre feindliche Politik aufgeben und den Nicht-Angriffs-Pakt abschliessen sollten, schrieb die kommunistische Zeitung Rodong Sinmun.

Die USA sollten nicht versuchen, Nordkorea nur durch ein mündliches Versprechen oder ein nicht bindendes Dokument mit Sicherheitszusagen dazu zu zwingen, seine nukleare Abschreckung aufzugeben.

Washington geht dagegen davon aus, dass Pjöngjang bereits im Besitz von etwa zwei Atombomben ist und zudem über genug Plutonium verfügt, um binnen Monaten ein halbes Dutzend weitere zu bauen. Die USA beharrten in Peking auf einem überprüfbaren Ausstieg Nordkoreas aus seinem wieder aufgenommenen Atomprogramm.

Die USA, China, Südkorea, Russland und Japan wollen das isolierte Nordkorea bei den Gesprächen dazu bringen, auf sein Atomwaffenprogramm zu verzichten. Dafür werden dem völlig verarmten Staat, dessen Bevölkerung unter Hunger leidet, ausser Sicherheitsgarantien auch wirtschaftliche Hilfe in Aussicht gestellt.

Russlands Vizeaussenminister Alexander Losjukow zeigte sich nach Angaben der Agentur Interfax skeptisch: Ich würde nicht sagen, dass ich sehr optimistisch bin.

(bert/sda)

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