Keine Ausgrenzung von Ausländerkindern
publiziert: Mittwoch, 7. Sep 2005 / 22:56 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Sep 2005 / 00:09 Uhr

Zürich - Kinder illegal anwesender ausländischer Eltern dürfen ebeso wenig aus der Volksschule ausgegrenzt werden wie Fremdsprachige, die im Unterricht Mühe haben.

Die Kinder von illegalen Ausländern sollen nicht benachteiligt werden.
Die Kinder von illegalen Ausländern sollen nicht benachteiligt werden.
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Der Gemeinderat hat dies mit der Ablehung von SVP-Vorstössen bekräftigt. In zwei Postulaten forderte die SVP Eingriffe in die Volksschule: Vor dem Eintritt in eine Regelklasse sollten fremdsparchige Kinder künftig eine Prüfung absolvieren.

Ferner sollte beim Schuleintritt der Ausländerkinder in Zusammenarbeit mit dem Migrationsamt der Ausländerstatus der Eltern eruiert werden.

Zwei Vorstösse

Mit dem ersten Vorstoss sollte nach Ansicht der Postulaten die Qualität der Volksschule verbessert werden. Dies vor allem mit Blick auf das schlechte Abschneiden bei der Pisa-Studie.

Es müsse gewährleistet sein, dass Ausländerkinder nach dem Besuch von Kleinklassen über genügend Sprachkompetenz verfügten, um dem Unterricht in den Regelklassen folgen zu können.

Und es sollte alles daran gesetzt werden, dass sich illegal anwesende Eltern beim Migrationsamt meldeten, begründete die SVP den zweiten Vorstoss. Wenn solche Kinder unentdeckt blieben und später aus der Schule kämen, hätten sie angesichts ihres Status ohnehin keine Perspektiven.

Menschenrecht der Kinder

Bei beiden Vorstössen war sich der Rest des Rates einig: Er lehnte diese mit 87 respektive 86 gegen 30 Stimmen deutlich ab. Zu den geforderten Nachforschungen über den Ausländerstatus verwahrte sich ein CVP-Sprecher gegen den Versuch «Ausländerpolitik auf dem Rücken von Schulkindern zu machen».

Die SP bezeichnete es als Menschenrecht der Kinder, unabhängig vom Ausländerstatus ihrer Eltern eingeschult zu werden.

Schulvorsteherin Monika Weber verwahrte sich gegen die pauschale Aussage, wegen der Ausländerkinder sinke die Qualität der Volksschule. Das Niveau der Volkschule in Zürich sei vergleichbar mit anderen Regionen, trotz des höheren Ausländeranteils.

(bert/sda)

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