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Keine Credits-Anerkennung trotz Bologna-Reform?
publiziert: Donnerstag, 4. Sep 2008 / 17:31 Uhr

Bern - Trotz der Bologna-Reform können die Schweizer Studierenden nicht ohne weiteres ein Auslandsemster absolvieren. So gibt denn in einer Umfrage die Hälfte der Befragten an, auf einen Aufenthalt fern der Heimat verzichten zu wollen.

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Die Schweiz hat die Bologna-Deklaration im Jahr 1999 unterzeichnet.
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Sie befürchten, dass es Probleme bei der Rückkehr geben könnte (48 %). Andere (53 %) wollen nicht weg, weil es der starre Studienplan nicht erlaube. 64 Prozent gaben an, die Organisation sei zu aufwändig. Durchschnittlich nannten die Befragten über vier Gründe, wieso sie auf ein Auslandsemester verzichten wollen.

An der Umfrage nahmen insgesamt 4690 Studierende aus der ganzen Schweiz teil. In Auftrag gegeben haben die Umfrage die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) zusammen mit den beiden Studierendenverbänden VSS und VSH.

Von jenen Studierenden, die bereits einen Aufenthalt an einer ausländischen Universität hinter sich haben, gaben knapp 23,7 Prozent an, bei der Rückkehr Probleme mit der Anerkennung von Leistungen - so genannten ETCS-Credits - gehabt zu haben.

Ansichts der Schwierigkeiten mit der Umsetzung der Bologna-Reform hielt die CRUS in ihrem Bericht 2004-2007 fest: «Bologna führt nicht automatisch zu vermehrter Mobilität und kann sogar einen gegenteiligen Effekt haben.»

Die Schweiz hat die Bologna-Deklaration im Jahr 1999 unterzeichnet. Vorgesehen ist bis ins Jahr 2010 die Entstehung eines europäischen Hochschulraumes. Dabei sollen vor allem die Hürden für den Wechsel von einer Hochschule an die andere abgebaut werden.

(smw/sda)

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