Keine Dritteinwirkung bei Lenker Familiendrama
publiziert: Dienstag, 20. Jul 2004 / 14:22 Uhr

Lenk - Im Familiendrama an der Lenk vom letzten Mittwoch kann eine Einwirkung Dritter ausgeschlossen werden. Die Untersuchungsorgane sind bei Abschluss der Ermittlungen zu diesem Befund gelangt, wie die Kantonspolizei mitteilte.

Das Drama spielte sich am letzten Mittwoch an der Lenk im Berner Oberland ab.
Das Drama spielte sich am letzten Mittwoch an der Lenk im Berner Oberland ab.
Die Ermittlungen haben erhärtet, dass der 45-jährige Familienvater seine 35-jährige Frau und seine beiden Töchter im Alter von 11 und 9 Jahren erschoss und sich danach mit der gleichen Waffe selbst richtete. Gemäss Untersuchung des Berner Instituts für Rechtsmedizin war der Mann bei der Tat leicht alkoholisiert.

Es stehe ausserdem zweifelsfrei fest, dass zwischen den Eheleuten seit längerer Zeit erhebliche Spannungen bestanden. Die Auflösung der ehelichen Beziehung sei geplant gewesen, heisst es in der Mitteilung.

Schwierige Ehesituation

Die Auswertung eines Schreibens, das in der Wohnung sichergestellt worden war, habe ergeben, dass es eindeutig vom Ehemann stammt. Darin sei unter anderem von der schwierigen Ehesituation die Rede.

Auf Grund ihrer Ermittlungen stellen die Untersuchungsbehörden fest, dass bezüglich der drei Tötungsdelikte und des Suizids keine Strafverfolgung eröffnet werden könne.

Das Familiendrama hat an der Lenk grosse Betroffenheit ausgelöst. Zur Trauerfeier in der Kirche der Nachbargemeinde St. Stephan vom Mittwoch ist die ganze Lenker Bevölkerung eingeladen.

(rp/sda)

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