Keine Fortschritte im Atomstreit
publiziert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 20:54 Uhr

Washington - Im Atomstreit gibt es keine greifbaren Fortschritte. Nachdem der Iran keine klare Antwort auf das Kooperationsangebot der Sechsergruppe gegeben hat, drängen vor allem die USA auf weitere Strafmassnahmen.

Laut Dana Perino gibt es keine Alternative zu neuen Strafmassnahmen.
Laut Dana Perino gibt es keine Alternative zu neuen Strafmassnahmen.
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Der Iran hatte der EU in Brüssel am Dienstag ein Schreiben übermittelt, in dem Teheran auf das Kooperationsangebot der fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats und Deutschlands vom vergangenen Juni reagierte.

Darin hat das Land eine «klare Antwort» zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Aussicht gestellt, aber auch eine «klare Antwort» der sechs Staaten auf seine eigenen Fragen und Zweifel verlangt. Dies müsse gleichzeitig geschehen.

USA drängen auf UNO-Sanktionen

Der Sprecher des US-Aussenministeriums erklärte, die sechs Staaten würden nun Eckpunkte möglicher neuer Strafmassnahmen im Rahmen einer UNO-Resolution erörtern. Im UNO-Sicherheitsrat würden die weiteren Schritte diskutiert.

Angesichts der Haltung der Regierung in Teheran gebe es keine Alternative zu neuen Strafmassnahmen, sagte Dana Perino, Sprecherin von US-Präsident Bush. Da es keine positive Reaktion auf das «grosszügige Angebot» gebe, bleibe den Verbündeten nichts anderes übrig, als weitere Strafassnahmen zu ergreifen.

Fehlende Unterstützung

Ein Ultimatum sei nicht gestellt worden. Russland und China sind wichtige Handelspartner des Iran und stehen Sanktionen bisher ablehnend gegenüber.

Die Staatengruppe hatte bis Samstag eine konkrete Antwort auf ihren jüngsten Kompromissvorschlag erwartet.

(bert/sda)

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