Keine IKRK-Gefangenenbesuche in Tschetschenien
publiziert: Freitag, 5. Mai 2006 / 07:18 Uhr

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) verzichtet künftig darauf, Gefangenen aus dem Tschetschenien-Konflikt in russischen Gefängnissen zu besuchen.

Mehrere hundert Menschen waren von den russischen Behörden in dem Konflikt verhaftet worden.
Mehrere hundert Menschen waren von den russischen Behörden in dem Konflikt verhaftet worden.
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Die Verhandlungen mit Moskau seien gescheitert, hiess es.

Die Gefangenenbesuche waren im September 2004 wegen wachsender Schwierigkeiten mit den russischen Behörden unterbrochen worden. Die Besuche konnten nicht mehr in Übereinstimmung mit den Kriterien des IKRK durchgeführt werden.

«Wir führten während der letzten Wochen weitere Verhandlungen, mussten jedoch feststellen, dass die Positionen unvereinbar waren. Wir kamen an einen toten Punkt», erklärte Marco Altherr, der Chef der IKRK-Delegation in Russland, gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA.

Hunderte Verhaftete

IKRK-Mediensprecherin Annick Bouvier bestätigte diese Angaben am Donnerstagabend auf Anfrage. Die Zahl der betroffenen Personen konnte das IKRK nicht angeben.

Vor dem Unterbruch der Gefangenenbesuche kümmerten sich die IKRK-Delegierten um mehrere hundert Menschen, die von den russischen Behörden in dem Konflikt verhaftet worden waren.

Das IKRK nahm die Besuche im Mai 2000 auf - gestützt auf ein Abkommen, das der russische Präsident Wladimir Putin mit dem IKRK-Präsidenten Jakob Kellenberger geschlossen hatte.

(bert/sda)

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