Keine Konsequenzen für US-Soldaten
publiziert: Samstag, 30. Apr 2005 / 21:16 Uhr

Bagdad - Die an der Erschiessung des italienischen Geheimdienstagenten Nicola Calipari beteiligten US-Soldaten müssen keine Konsequenzen befürchten.

Silvio Berlusconi kündigte an, er wolle über die Angelegenheit mit George W. Bush sprechen.
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Gegen die betroffenen Soldaten würden keine disziplinarischen Schritte eingeleitet, teilte die US-Armee in Bagdad mit.

Dies sei das Ergebnis einer internen Untersuchung. Die Soldaten hätten sich entsprechend den geltenden Einsatzregeln verhalten, als sie am 4. März beim Bagdader Flughafen auf das Auto mit Calipari schossen, da sich das Fahrzeug nicht verlangsamt habe.

Unterschiedliche Schlussfolgerungen

Die Aussenministerien der USA und Italiens hatten am Freitag gemeinsam erklärt, die Ermittler beider Länder seien im Fall nicht zu gemeinsamen Schlussfolgerungen gelangt.

Rom könne die Arbeit der gemeinsamen italienisch-amerikanischen Untersuchung nicht akzeptieren, sagte Italiens Aussenminister Gianfranco Fini. Man kann von der italienischen Regierung nicht verlangen, dass sie eine Rekonstruktion (der Vorfälle) unterschreibt, die nicht mit unserer übereinstimmt, sagte Fini.

Die italienischen Behörden gehen davon aus, dass die US-Soldaten das Fahrzeug ohne Vorwarnung unter Feuer genommen haben. Zudem sei es nicht schnell gefahren.

Wachsende Spannungen

Ministerpräsident Silvio Berlusconi kündigte an, er wolle über die Angelegenheit mit US-Präsident George W. Bush sprechen. Italiens Regierungschef Berlusconi galt bisher als enger Verbündeter von Bush. In den italienischen Medien wird jedoch über wachsende Spannungen zwischen Italien und den USA spekuliert.

Calipari war am 4. März von US-Soldaten erschossen worden, als er sich nach der Befreiung der italienischen Journalistin Giuliana Sgrena aus ihrer Geiselhaft im Irak auf dem Weg zum Bagdader Flughafen im Auto schützend vor sie geworfen hatte. Sgrena und ein zweiter Agent wurden durch die Schüsse verletzt.

(bert/sda)

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